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3:1 – passendes Spiel zur Fan-Rückkehr

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Iserlohn – Manager Hommel und Chefcoach Tapper hielten Wort. Jonas Neffin bekam seinen Start gegen einen DEL-Gegner. Der Youngster durfte etwas über 30 Minuten gegen die Kölner Haie ran, machte einen soliden Job. Das Spiel gewannen die Sauerländer verdient und dann war da noch die Sache mit der Stimmung, den Emotionen und der allerersten Ehrenrunde der Saison. Und es soll nicht wenige gegeben haben, die vielleicht sogar eine kleine Träne vergossen haben, als Team und Fans zum ersten Mal nach knapp anderthalb Jahren wieder einen Sieg gemeinsam feiern konnten.

Dominanz ist ein großes Wort, gerade, wenn man es im Sport verwendet – und dennoch hatte es für die ersten zwanzig Derbyminuten fast seine Berechtigung. Mit Ausnahme weniger Phasen gelang es den Gastgebern den Auftaktabschnitt zumindest zu kontrollieren, vielleicht sogar zu dominieren. Dass man am Ende dennoch nur mit 1:0 führte, hatte maßgeblich mit Kölns Goalie Justin Pogge zu tun, der aus Bremerhaven gekommen, auch bei den Haien einen herausragenden Job machte. Er vereitelte Gelegenheiten von Jentzsch, Bailey, Whitney, Adam und ein paar anderen, war bei Foucaults Trick, gefühlt mit der Rückhand gespielt, am gegnerischen Torraum absolut machtlos. Zu schön war dieser Treffer vom ehemaligen Berliner erzielt worden (18.). Weil auch die Iserlohner Defensive gut stand, sich vor eigenem Publikum wirklich ins Zeug legte, bekam Köln wenig, was Nachwuchs-Goalie Jonas Neffin, der heute die ersten 30 Minuten zwischen den Pfosten stand, zu entschärfen hatte. Hundertprozentiges jedenfalls gab es zu Beginn dieser Partie nicht.

Das änderte sich, je länger der Mittelabschnitt dauerte. Köln schon zu Beginn deutlich aktiver, die Partie so insgesamt ausgeglichener. Dennoch waren es die Blau-Weißen, die auch zum 2:0 trafen. Ein Schuss von O´Connor in den Verkehr vor dem Tor, ging an Pogge vorbei (25.). Zwei Minuten später traf Whitney im Powerplay nur die Latte, es hätte die Vorentscheidung sein können. In der 33. Minute verabschiedete sich, wie erwartet, Jonas Neffin ohne Gegentreffer,  Weitzmann ging bei beginnender Unterzahl der Roosters ins Tor und kassierte nur Sekunden später den Anschlusstreffer. Uvira hatte im Powerplay gegen die zuletzt hervorragend in Unterzahl stehenden Iserlohner getroffen.

Der Schlussabschnitt: Volles Risiko, körperlich und vom Tempo, gingen beide Mannschaften nicht, dennoch entwickelte sich ein abwechslungsreiches Match, in dem die Sauerländer die erste Unterzahl kassierten, aber keinen weiteren Gegentreffer hinnehmen mussten. Auffällig, nahezu immer, wenn die Reihe mit Whitney, Bailey und Adam auf dem Eis waren, kreierten sie Möglichkeiten, nutzten sie aber nicht. So ging die Partie in die Schlussphase, in der Proske im Zusammenspiel mit Raedeke, außerdem die Haie mit Neuzugang Mark Olver Gelegenheiten hatten. 2:09 Minuten vor dem Ende nahmen die Haie eine Auszeit und anschließend Pogge vom Eis, sechs Sekunden später zappelte der Puck im leeren Haie-Tor. Casey Bailey hatte für den verdienten 3:1-Endstand gesorgt.

Roosters: Neffin (ab 32:35 Weitzmann) – O´Connor, Sezemsky; Acolatse, Buschmann; Ankert, Labrie; Riefers, Rausch – Jentzsch, Aubin, Foucault; Raedeke, Cornel, Alanov; Adam, Whitney, Bailey; Ewanyk, Ziegler, Broda; Proske

Köln: Pöpperle – Edwards, Mo. Müller; Sennhenn, Ugbekilé; Glötzl, Zerressen – Howden, Bires, Uvira; Matsumoto, Thuresson, Kammerer; Olver, Roach, Ma. Müller; van Calster, Oblinger, Chrobot

 

Schiedsrichter: Hunnius, Polaczeck

 

Tore: 1:0 (17:27) Foucault (O´Connor), 2:0 (24:38) O´Connor (Foucault, Jentzsch), 2:1 (32:57) Uvira (Howden, Edwards/5:4), 3:1 (57:57) Bailey (Labrie/EN)

 

Strafen: Roosters 8 – Haie 4

 

Zuschauer: 3.020

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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