3:2 nach Verlängerung – Whitney-Gamewinner gegen Nürnberg

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende jubelten die Roosters. Mit 3:2 setzten sich die Iserlohner in der Eissporthalle am Seilersee in der Overtime gegen die Nürnberg Ice Tigers durch und verteidigten so ihren Playoff-Platz.

Nach den turbulenten Ostertagen und der angeordneten Quarantäne, ging es für die Sauerländer am Abend endlich wieder um Punkte in der PENNY DEL. Doch die Hausherren waren noch gar nicht richtig auf dem Eis angekommen, da klingelte es zum ersten Mal im Iserlohner Kasten. Cornel setzte sich – zumindest aus Iserlohner Sicht klar regelwidrig – gegen Jentzsch im Mitteldrittel durch und ließ Jenike bei dem Konter keine Chance. Der Nackenschlag nach nur 50 Sekunden. Doch die Roosters hatten die schnelle Antwort. Riefers, mit einer schönen Einzelaktion, glich die Partie nur 25 Sekunden später aus. Die Gäste blieben mit ihrer unorthodoxen und bissigen Spielweise aber weiter gefährlich. Walther hätte fast einen Fehler in der Defensive der Sauerländer zur erneuten Führung genutzt, doch Jenike war diesmal zur Stelle (3.). Besser machten es die Franken in ihrer ersten Überzahl. Pollock mit dem scharfen Pass vor das Tor und Daniel Schmölz fälschte den Puck zum 1:2 ins Netz (9.). Die Roosters wurden nun allmählich wach, doch selbst in Überzahl gelangen nur zaghafte Annäherungen an das Tor von Niklas Treutle. Eines stand nach 20 Minuten fest – Nürnberg war nicht an den Seilersee gereist, um die Punkte kampflos zu verschenken.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts besaßen die Sauerländer die Chance zum Ausgleich. Greniers Schuss ließ Treutle nach vorne prallen, doch beim Nachschuss von Bailey war der Goalie mit seinen Schonern zur Stelle (21.).  Auf Nürnberger Seite hatte Adam die beste Möglichkeit, als er aus der zweiten Reihe Andreas Jenike prüfte (27.). Es entwickelte sich in der Folge ein Spiel ohne große Höhepunkte. Beide Teams hatten Probleme, sich gute Chancen herauszuspielen, auch, weil der geradlinige Spielaufbau fehlte und sich immer wieder Fehler einschlichen. Da es aber kaum Unterbrechungen gab, war das Drittel schneller um, als es den Iserlohnern lieb war.

Im letzten Durchgang brach Marko Friedrich endlich den Bann. Auf Pass von Brent Aubin schob der Stürmer im zweiten Versuch den Puck flach in die Ecke zum 2:2-Ausgleich. Doch es blieb ein wilder Schlagabtausch mit den besseren Chancen für die Gäste. Adam und Walther allein hätten den Sack vorzeitig zumachen können. Auf der anderen Seite verpasste Aubin in der Schlussminute die Entscheidung.

Die fiel dann in der Verlängerung. Zunächst überstanden die Roosters eine Unterzahl, ehe Bailey dort eine Strafe zog, sodass man dann in Überzahl selbst zuschlagen konnte: Joe Whitney zog direkt ab und von Kuldas Schläger flog der Puck zum Siegtreffer ins Nürnberger Tor. Nach drei vergeblichen Anläufen in den letzten vier Spielen endlich auch ein Sieg der Sauerländer in der Verlängerung. Einer, mit dem man vor der freitäglichen Partie gegen die Straubing Tigers zumindest vorübergehend auf den dritten Tabellenplatz der Gruppe Nord in der PENNY DEL sprang.

Roosters: Jenike – O’Connor, Baxmann; Riefers, Reinhart; Ankert, Raymond; Elten – Bailey, Grenier, J. Whitney; Aubin, Jentzsch, Lowry; S. Whitney, Raedeke, Weidner; Friedrich, Fleischer, Lautenschlager

Ice Tigers: Treutle – Trinkberger, Gilbert; Weber, Mebus; Kulda, Karrer – Schmölz, Adam, Walther; Pollock, Cornel, Reimer; Fox, McLellan, Kislinger; Lobach, Kurth, Bires

Tore: 0:1 (00:50) Cornel, 1:1 (01:50) Riefers (Jentzsch, Reinhart), 1:2 (08:21) Schmölz (4-3/ Pollock, Kulda), 2:2 (41:05) Friedrich (Aubin, Riefers), 3:2 (63:13) J. Whitney (4-3/ O’Connor, Bailey)

Schiedsrichter: Köttstorfer/Rohatsch

Strafen:  Roosters 8 – Ice Tigers 12

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters