Daten zur Kurzarbeit

Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit

Laut einer ersten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, haben 42,2 % aller Betriebe im Märkischen Kreis Kurzarbeit angemeldet.

Die Zahl der Kurzarbeitsmeldungen bei der BA dürfte nach Einschätzung der WSI-Experten aber spürbar höher sein als die Anzahl der Beschäftigten, die sich derzeit tatsächlich in Kurzarbeit befänden. Grund sei, dass Unternehmen oft präventiv für größere Gruppen Kurzarbeit anmelden. Wie viele Menschen wirklich in Kurzarbeit waren, kann die BA demnach nur mit mehrmonatiger Verzögerung ermitteln.

kurzarbeit märkischer kreis

Grundlage der Studie sind Angaben aus der Arbeitsmarkt-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die WSI-Experten Eric Seils und Helge Emmler werteten die Zahlen für die 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte im Hinblick auf die angezeigte Kurzarbeit und die Corona bedingten Entwicklungen bei der regionalen Arbeitslosigkeit aus.

Trotz des massenhaften Einsatzes der Kurzarbeit ist allerdings auch die Arbeitslosigkeit gestiegen. So betrug die Arbeitslosenquote laut Arbeitsagentur, in Iserlohn im Mai 2020 – 7,9 % (18.015). Im Mai 2019 lag diese noch bei 6,1 %. Aufgrund der ansässigen automobillastigen verarbeitenden Industrie vor Ort, muss man von einer leicht steigenden Arbeitslosigkeit in den beiden kommenden Monaten ausgehen. Aktuelle Arbeitslosenzahlen für Juni 2020 liegen derzeit noch nicht vor. 

Quelle: ntv.de, mmo/cwo, Arbeitsagentur (BA)

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