Kandidat Claudio Vurro

Bürgermeisterkandidat Claudio Vurro

Name: Claudio Vurro
Jahrgang: 1981
Familie: verheiratet, 2 Kinder
Wohnort: Iserlohn
Berufliche Tätigkeit: Verkaufsleiter
Berufliche Ausbildung: Kaufmann im Einzelhandel
Interessen: Sport, Bonsaibäume, Fotografie
Partei: Parteilos

E-Mail: info@claudiovurro.de
Mobil: 01792602371
Homepage: www.claudiovurro.de

Claudio Vurro (Quelle: www.claudiovurro.de)

7 Fragen an Claudio Vurro

Durch die Corona-Pandemie und der daraus resultierenden fehlenden Steuereinnahmen, befindet sich die Stadt Iserlohn schon jetzt mitten in einer nicht eingeplanten großen Herausforderung. Zusätzlich beschäftigt die Iserlohner Bürger*innen vor allem noch die Aufarbeitung der Abfindungsaffäre, Planungen rund um den Schillerplatz, des Rathauses, der Parkhalle und schlussendlich die Schließung Karstadt‘s inklusive Leerstand der Immobilie. Was sind für Sie die dringendsten Herausforderungen des neuen Bürgermeisters?

Claudio Vurro: Wir brauchen in Iserlohn einen Kassensturz. Wir haben kein Problem mit den Einnahmen, sondern mit den Ausgaben. Ich werde jegliche Ausgaben auf den Prüfstand stellen und bewerten lassen. Wir müssen aufhören zig Großprojekte gleichzeitig zu starten. Auch wenn es keiner zugibt, aber wir müssen den Gürtel enger schnallen, um weiter handlungsfähig zu bleiben. Der gesamte Schillerplatz-Komplex inklusive Rathausgelände bedarf einer neuen Gesamtplanung. Diese muss in engster Zusammenarbeit mit allen relevanten Stellen und den Bürgern erarbeitet werden.

Viele Bürger kritisieren in dem Zusammenhang der o.g. Thematiken die fehlende Transparenz und Beteiligungsmöglichkeit wichtiger zukunftsorientierter Entscheidungen.
Was würden Sie tun, um das Vertrauen und Verständnis in die Politik und das Rathaus zurückzugewinnen?

Claudio Vurro: Die Politik und die Verwaltung müssen enger zusammenarbeiten und mehr im Sinne der Bürgerschaft handeln. Die Meinung der Bürger darf und soll gehört werden. Mehr Miteinander statt Gegeneinander! So werden wir ein Team bilden – bestehend aus den Bürgern, der Verwaltung und der Politik. Wir. Zusammen.

Wenn Sie Bürgermeister werden sollten, dann werden Sie auch Vorgesetzter von ca. 1800 Mitarbeitern & Mitarbeiterinnen im Iserlohner Rathaus. Welche beruflichen Erfahrungen konnten Sei bisher sammeln, auf die Sie für die Führung einer so großen Belegschaft und die Umsetzung der gesteckten Ziele für die Iserlohner Bürger*innen, zurückgreifen können?

Claudio Vurro: Da ich der einzige der elf Kandidaten bin, der aktuell bereits in einer Führungsposition tätig ist (knapp 30 Leute) in seinem Job ausübt, sehe ich da kein großes Problem für mich. Ich weiß nur zu gut, wie wichtig es ist, mit den Menschen auf Augenhöhe zu reden, ihre Stärken zu fördern und dadurch ein gutes funktionierendes Team zu bilden.

Im Zuge des Digitalen Wandels und der Veränderung der Arbeitswelt, verändern sich auch die Arbeitsbedingungen und Aufgaben von Personal und Unternehmen. Welches Potential sehen Sie am Standort Iserlohn bzw. wie kann man aus Ihrer Sicht die Beschäftigten und die Wirtschaft in der Neuorientierung unterstützen, um die Herausforderungen zu bewältigen und somit auch die soziale Sicherung der Beschäftigten zu sichern?

Claudio Vurro: Wir müssen zusammen für die Arbeitswelt neue Wege finden – zeitgemäße Wege – um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu schützen. Der Onlinehandel wird immer stärker und wir müssen auf kommunaler Ebene eruieren, wo wir, als Stadt, unsere Stärken haben. Plattformen wie diese, auf denen Unternehmen der Stadt sich platzieren können und eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls zwischen Händlern und Bürgern, sind beispielsweise wichtige Faktoren, um die Wirtschaft und Neuorientierung unserer Stadt zu unterstützen.

Neben der Digitalisierung waren vor allem Mobilität und Klimaschutz die großen Themen vor Corona. Wie stehen Sie der E-Mobilität gegenüber und was würden Sie als Iserlohns Bürgermeister im Bereich Umwelt-Klimaschutz gern umsetzen?

Claudio Vurro: Aufforstung, weitere Photovoltaikanlagen, begrünte Dächer, ein gut konzipiertes Radwegenetz und günstigere öffentliche Verkehrsmittel sind nur einige Punkte, bei denen ich sehr kurzfristig ansetzen werde, um die Weichen für ein umweltfreundlicheres Iserlohn zu stellen. Unsere Waldstadt hat ihren Namen verdient und wir sind in der Pflicht, diesen Namen auch zu verteidigen.

Wie würden Sie die Themen Familie und Freizeit angehen, um im Zuge des demographischen Wandels, auch die Familienfreundlichkeit Iserlohns zu stärken und somit den Verbleib bzw. die Ansiedlung von Bürgern zu unterstützen?

Claudio Vurro: Wir müssen die Sauberkeit und Sicherheit unserer Stadt in Angriff nehmen. Dafür werde ich das Ordnungsamt, die Polizei und ortsansässige Sicherheitsfirmen ins Boot holen, um ein Sicherheitskonzept für die Innenstadt und alle Iserlohner Stadtteile herauszuarbeiten.

Die Digitalisierung der Iserlohner Schulen, in Form von Tablets für jeden Schüler oder Homeschooling-Angebote, werden kurzfristig thematisiert und angepackt. Andere Städte sind uns hier bereits weit voraus – wir müssen Tempo aufnehmen, um nicht den Anschluss zu verlieren und auch den jungen Familien ein vernünftiges Bildungsangebot anzubieten.

Das Freizeitangebot für Familien muss deutlich erweitert werden – ob Kletterpark, Lasertag oder eventuell ein Indoorspielplatz – die Möglichkeiten sind vielfältig. In engster Zusammenarbeit mit allen relevanten Stellen, den Kindern und Jugendlichen selbst und unter Ausschöpfung aller möglichen Fördermittel, schaffen wir ein größeres, besseres Freizeitangebot für Familien und unterstützen den Verbleib bzw. die Ansiedlung von Bürgern.

Welche weiteren Themen sind für Sie wichtig?

Claudio Vurro: Es gibt wirklich viele wichtige Themen in unserer Stadt. Zum Einen müssen wir als Stadt unserem vielfältigen kulturellen Angebot mehr Möglichkeiten geben, voneinander und miteinander zu lernen. Die Jugendlichen und Senioren brauchen ein größeres Freizeitangebot. Die Club- und Musikszene war in Iserlohn viel breiter gefächert und da müssen wir mit unterstützend zur Seite stehen, um dieser zu alter Stärke zu verhelfen.

Offene Kommunikation und volle Transparenz bei allen relevanten Entscheidungen zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft sind mir eine besondere Herzensangelegenheit.

Abschließend bitte ich Sie noch die angefangenen Sätze zu vollenden.

Iserlohn ist… die geilste Stadt der Welt.

Bei dem Begriff „Citymanager“ denke ich.., dass wir mit einem solchen viele Probleme in der Innenstadt und den Stadtteilen lösen und dem Handel zu alter Stärke verhelfen werden.

Auf dem Gelände rund um den Schillerplatz sehe ich in fünf Jahren… Kinder spielen, Senioren auf Sitzmöglichkeiten im Grünen ein Buch lesen, Menschen sich im großen gastronomischen Bereich unterhalten und alle gemeinsam ein Stück Lebensgefühl genießen.

Wenn ich am 13. September nicht zum Bürgermeister gewählt werde…, dann am 27. September.