Kandidat Daniel Bläsing

Bürgermeisterkandidat Daniel Bläsing

Name: Daniel Bläsing
Jahrgang: 1985
Familienstand: Verheiratet, ein Kind

Berufliche Tätigkeit: Gebietsverkaufsleiter im Bereich Dachzubehör Industrie
Berufliche Ausbildung: 1. Geselle im Dachdeckerhandwerk / 2. Groß- und Außenhandelskaufmann

Interessen: Familie, Handwerk und Politik
Ehrenamt: Vorstandsmitglied der AfD-MK
Partei: Alternative für Deutschland

E-Mail: AfD.Blaesing@gmx.de
Telefon: +49152 / 17732498
Homepage: afd-mk.de

Daniel Bläsing

7 Fragen an Daniel Bläsing

Durch die Corona-Pandemie und der daraus resultierenden fehlenden Steuereinnahmen, befindet sich die Stadt Iserlohn schon jetzt mitten in einer nicht eingeplanten großen Herausforderung. Zusätzlich beschäftigt die Iserlohner Bürger*innen vor allem noch die Aufarbeitung der Abfindungsaffäre, Planungen rund um den Schillerplatz, des Rathauses, der Parkhalle und schlussendlich die Schließung Karstadt‘s inklusive Leerstand der Immobilie. Was sind für Sie die dringendsten Herausforderungen des neuen Bürgermeisters?

Da die finanziellen Herausforderungen unserer Stadt, unter anderem aufgrund der Coronasituation nicht abzusehen sind, werde ich mich für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Finanzhaushalt einsetzten. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass Investitionen zum Nutzen der Iserlohner Bürger, unter Berücksichtigung der Folgekosten getätigt werden. An oberster Stelle steht für mich die Neugestaltung unseres Rathauses, um zeitnah nach der Wahl zum Bürgermeister, gemeinsam mit unserer Verwaltung und deren Angestellten, eine schnelle und zumutbare Lösung zu erarbeiten.

Die Abfindungsaffäre um Dr. Peter Paul Ahrens, hat unser Iserlohner Image medial grenzübergreifend geschadet. Unser Ex – Bürgermeister, musste wegen der bekannten Veruntreuung zurücktreten und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen etliche Führungskräfte. Wobei der Bürgermeister die Entscheidung nicht selbst getroffen hat, sondern seinerseits lediglich die politische Verantwortung übernommen wurde. Ebenso sehe ich den Leiter der Personalabteilung der versetzt wurde, als Bauernopfer an. Meines Erachtens gibt es einen oder mehrere Personen in der Verwaltung, die diese Angelegenheit der Abfindung initiiert haben und weiterhin unangetastet Ihrer Tätigkeit nachgehen. Hier muss eine lückenlose Aufarbeitung stattfinden. Es kann nicht sein, dass in einer 1800 Mitarbeiter großen Verwaltung, diese Dinge bislang noch nicht aufgearbeitet sind. Allein die Tätigkeit der Staatsanwaltschaft, reicht meines Erachtens nicht aus. Solche Themen müssen intern geklärt werden. Diese Abfindungsaffäre muss komplett aufgearbeitet werden und dafür werde ich mich voll und ganz einsetzen.

Viele Bürger kritisieren in dem Zusammenhang der o.g. Thematiken die fehlende Transparenz und Beteiligungsmöglichkeit wichtiger zukunftsorientierter Entscheidungen.
Was würden Sie tun, um das Vertrauen und Verständnis in die Politik und das Rathaus zurückzugewinnen?

Die Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten an Stadtratsbeschlüssen oder an der Stadtratsarbeit, empfinde ich persönlich als verbesserungswürdig. Hier könnte eine Bürgerbeteiligung nach Schweizer Vorbild Abhilfe schaffen. Zusätzlich würde ich die interfraktionelle Ratsarbeit dafür nutzen, mehr Beteiligung der Iserlohner Bürger, an wichtigen Entscheidungen zu gewährleisten. Damit wäre eine Möglichkeit geschaffen, sich in die politischen Gegebenheiten einzuarbeiten und aufgrund dessen, würde auch mehr Vertrauen und Verständnis für die jeweiligen Beschlüsse entstehen.

Wenn Sie Bürgermeister werden sollten, dann werden Sie auch Vorgesetzter von ca. 1800 Mitarbeitern & Mitarbeiterinnen im Iserlohner Rathaus. Welche beruflichen Erfahrungen konnten Sei bisher sammeln, auf die Sie für die Führung einer so großen Belegschaft und die Umsetzung der gesteckten Ziele für die Iserlohner Bürger*innen, zurückgreifen können?

Da ich aus einer anderen Branche komme und dort leider die Erfahrung sammeln musste, dass einige Führungskräfte nicht geeignet für Ihren Job sind, habe ich mich intensiv mit den ersten 100 Tagen als Bürgermeister auseinandergesetzt. Um in erster Linie ein Gefühl für die Vorgesetzten-Struktur der Iserlohner Verwaltung zu bekommen, schwebt ein neues Instrument vor, um hier Abhilfe zu schaffen. Hierzu würde ich einführen, dass die Mitarbeiter Ihre Führungskräfte bewerten und dies in regelmäßigen Abständen. Eine entsprechende Auswertung und anschließende Umsetzung sollte dann zeitnah erfolgen.

Meine vorrangig politischen Ziele:
1. Mehr direkte Bürgerbeteiligung
2. Rathaus Umzug gestalten
3. Schillerplatz-Umsetzung
4. Fritz-Kühn-Platz

Im Zuge des Digitalen Wandels und der Veränderung der Arbeitswelt, verändern sich auch die Arbeitsbedingungen und Aufgaben von Personal und Unternehmen. Welches Potential sehen Sie am Standort Iserlohn bzw. wie kann man aus Ihrer Sicht die Beschäftigten und die Wirtschaft in der Neuorientierung unterstützen, um die Herausforderungen zu bewältigen und somit auch die soziale Sicherung der Beschäftigten zu sichern?

Ohne die Frage ausführlich beantworten zu wollen, halte ich die Digitalisierung in relativ kurzer Zeit für absolut notwendig. Diese Themen sind Corona bedingt in den Medien sehr präsent, sodass ich hierauf nicht weiter eingehen möchte, sondern mich lediglich auf die Digitalisierung konzentriere.

Neben der Digitalisierung waren vor allem Mobilität und Klimaschutz die großen Themen vor Corona. Wie stehen Sie der E-Mobilität gegenüber und was würden Sie als Iserlohns Bürgermeister im Bereich Umwelt-Klimaschutz gern umsetzen?

Als Bürger der Wald-Stadt Iserlohn, sowie konservativ bürgerliches Mitglied der AfD, liegt mir der Umwelt- und der Naturschutz sehr am Herzen. Damit wir auch zukünftig eine Wald-Stadt bleiben können, sollten wir gemeinsam mit den örtlichen Förstern und den umliegenden Städten ein Konzept erstellen, wie zukünftig unsere Wälder aussehen müssen, um den aktuellen klimatischen Verhältnissen zu trotzen. Anhaltende Dürreperioden, sowie Schädlingsbefall, haben unserem Wald stark zugesetzt und darauf müssen wir gezielt reagieren. Hier sehe ich es als absolut zwingend an, unseren Wald wieder aufzuforsten, damit wir auch in Zukunft eine Wald-Stadt bleiben können.

Wie würden Sie die Themen Familie und Freizeit angehen, um im Zuge des demographischen Wandels, auch die Familienfreundlichkeit Iserlohns zu stärken und somit den Verbleib bzw. die Ansiedlung von Bürgern zu unterstützen?

Um die Familienfreundlichkeit Iserlohns zu stärken, sind viele verschiedenste Punkte wichtig. Hierbei werde ich mich auf die (meiner Meinung nach) wichtigsten konzentrieren, um den Rahmen nicht zu sprengen. Ich sehe unsere Iserlohner Familien, als Keimzelle der Gesellschaft und als den wichtigsten Baustein unserer Kommunalpolitik. Die Einrichtung eines Familienausschusses im Iserlohner Stadtrat, halte ich für mehr als überfällig, um die Kernpunkte der Familienpolitik in einem Ausschuss zu bündeln. Desweiteren würde ich mich dafür einsetzen, eine*n Familienbeauftragte*n zu platzieren. Dann hätten wir eine starke Interessenvertretung der Iserlohner Familien im Stadtrat und können so gezielt, die Familien und die Entstehung neuer Iserlohner Bürger fördern.

Meine vorrangig politischen Ziele:
1. Kostenloser ÖPNV für Schüler und Studenten
2. Kostenfreie Kitas für die Kinderbetreuung ab 3 Jahren
3. Ausbau individueller Fremdbetreuung bezüglich der U3 Betreuung
4. Wohnortnahe Kita Platzvergabe vorrangig an Berufstätige

Welche weiteren Themen sind für Sie wichtig?

Fritz-Kühn-Platz
Jeden Tag betrinken sich junge und ältere Bürger am Fritz-Kühn-Platz und der umliegende Bereich, ist als Drogenumschlagplatz bekannt. Dieser Dauerzustand muss beendet werden. Um dieses Ziel zu erreichen müssten wir in erster Linie, in Abstimmung mit dem zuständigen Polizeihauptkommissar, das Personal im Streifendienst deutlich aufstocken, um mit mehr Präsenz vor Ort klare Kante zu zeigen und straffällige Personen sofort dingfest zu machen. Eine zusätzliche Videoüberwachung der bekannten Brennpunkte, würde diese Straftaten sofort verhindern und somit diesem Bereich beruhigen.

Marienhospital
Das Marienhospital in Iserlohn-Letmathe, hat zum 1. November 2019 seinen Krankenhausbetrieb eingestellt. Wir alle haben die Aufgabe, eine flächendeckende Gesundheitsversorgung vor Ort zu erhalten. Hierbei ist es auch klar geworden, wie wichtig ein wohnortnahes Krankenhaus ist. Die Gesundheitsversorgung muss nach dem aktuellen Bedarf der Iserlohner Bürger, und nicht nur nach dem Kosten-Nutzen-Aspekt erfolgen! Um ein kommunal flächendeckendes Krankenhausnetz zu erhalten, werde ich mich für eine bessere Finanzierung der Krankenhäuser einsetzen.

Fortwährende Schließung kleinerer Zweigstellen im Bankensektor
Die Schließung von kleinen Zweigstellen der kommunalen Sparkassen muss aufhören! Wir müssen eine flächendeckende Versorgung mit Bankdienstleistungen und Bargeld beibehalten. Gerade die ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Bevölkerung, ist auf kurze Wege angewiesen. Aufgrund dessen bin ich gegen die weitere Schließung von kleinen Zweigstellen! Falls dies nicht freiwillig geschieht, müssen wir die Banken hierzu verpflichten.

Abschließend bitte ich Sie noch die angefangenen Sätze zu vollenden.

Iserlohn ist… eine Stadt mit vielen Chancen und es gibt viel zu tun.

Bei dem Begriff „Citymanager“ denke ich… an einen Bürgermeister der es versteht, seine Stadt, sowie seine Bürger und das miteinander zu fördern!

Auf dem Gelände rund um den Schillerplatz sehe ich in fünf Jahren… einen Ort, der familienfreundlich und wirtschaftsfördernd gestaltet ist.

Wenn ich am 13. September nicht zum Bürgermeister gewählt werde, werde ich innerhalb der AfD-Fraktion, den Iserlohner Bürgern eine Stimme verleihen.