Kandidat Robert Gustävel

Bürgermeisterkandidat Rober Gustävel

Name: Robert Gustävel
Jahrgang: 1964
Familie: verheiratet, 2 Kinder
Wohnort: Iserlohn

Berufliche Tätigkeit: der eigene Chef
Berufliche Ausbildung: Dipl. Ing. (FH) Elektrotechnik

Interessen: vielseitig vorhanden
Ehrenamt: ./.
Partei: auf keinen Fall, ich denke lieber selber

E-Mail:  fragmich@robertgustaevel.de
Mobil: 0152/23930062
Homepage: Sie finden mich bei Facebook und im echten Leben

Robert-Gustävel

7 Fragen an Robert Gustävel

Durch die Corona-Pandemie und der daraus resultierenden fehlenden Steuereinnahmen, befindet sich die Stadt Iserlohn schon jetzt mitten in einer nicht eingeplanten großen Herausforderung. Zusätzlich beschäftigt die Iserlohner Bürger*innen vor allem noch die Aufarbeitung der Abfindungsaffäre, Planungen rund um den Schillerplatz, des Rathauses, der Parkhalle und schlussendlich die Schließung Karstadt‘s inklusive Leerstand der Immobilie. Was sind für Sie die dringendsten Herausforderungen des neuen Bürgermeisters?

Robert Gustävel: Hauptaufgabe des Bürgermeisters wird es sein, das Vertrauen der Bevölkerung und der eigenen Verwaltung zu gewinnen. Transparenz, proaktive Kommunikation und der klare Wille, die Bürger an allen wesentlichen Entscheidungen und Entwicklungen zu beteiligen, sind dafür unabdingbar. Alle anstehenden Projekte sind unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten, der Notwendigkeit und des Bürgerwillens neu zu bewerten und anschließend sind entsprechende Entscheidungen zu forcieren.

Viele Bürger kritisieren in dem Zusammenhang der o.g. Thematiken die fehlende Transparenz und Beteiligungsmöglichkeit wichtiger zukunftsorientierter Entscheidungen.
Was würden Sie tun, um das Vertrauen und Verständnis in die Politik und das Rathaus zurückzugewinnen?

Robert Gustävel: Zusätzlich zu den bereits bei der vorhergehenden Frage gemachten Ausführungen gehört zur guten Kommunikation mit den Bürgern die Einrichtung einer täglichen Sprechstunde beim Bürgermeister, eine Ausweitung von Stadtteilkonferenzen unter Teilnahme des Bürgermeisters, und bei Bedarf auch von Ressortleitern, sowie die Einführung eines regelmäßigen Bürgerforums. Information ist eine Bringschuld von Verwaltung und Politik. Welche Aktionen die politischen Vertreter planen, um das Vertrauen wieder herzustellen oder die Kommunikation zu verbessern wäre eine Frage an die Vertreter der Politik. Der Bürgermeister ist nicht das Sprachrohr der Parteien.

Wenn Sie Bürgermeister werden sollten, dann werden Sie auch Vorgesetzter von ca. 1800 Mitarbeitern & Mitarbeiterinnen im Iserlohner Rathaus. Welche beruflichen Erfahrungen konnten Sei bisher sammeln, auf die Sie für die Führung einer so großen Belegschaft und die Umsetzung der gesteckten Ziele für die Iserlohner Bürger*innen, zurückgreifen können?

Robert Gustävel: Als Abteilungsleiter und Projektleiter in vielfältigen Multimillionenprojekten im In- und Ausland habe ich umfangreiche und langjährige Erfahrung in der Planung, dem Management sowie der Realisierung von Großprojekten sowie in der Führung von großen bis sehr großen multinationalen Projektteams von mehr als 100 hochqualifizierten Mitarbeitern aller Fachbereiche sammeln können.

Im Zuge des Digitalen Wandels und der Veränderung der Arbeitswelt, verändern sich auch die Arbeitsbedingungen und Aufgaben von Personal und Unternehmen. Welches Potential sehen Sie am Standort Iserlohn bzw. wie kann man aus Ihrer Sicht die Beschäftigten und die Wirtschaft in der Neuorientierung unterstützen, um die Herausforderungen zu bewältigen und somit auch die soziale Sicherung der Beschäftigten zu sichern?

Robert Gustävel: Iserlohn als Standort für zukunftsfähige Betriebe hat große Zukunft, wenn Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung endlich das tun, was in den Namen enthalten ist.
In der aktuellen Situation sollte zur Stützung der heimischen Wirtschaft, soweit vergaberechtlich möglich, auf local sourcing zurückgegriffen werden.

Neben der Digitalisierung waren vor allem Mobilität und Klimaschutz die großen Themen vor Corona. Wie stehen Sie der E-Mobilität gegenüber und was würden Sie als Iserlohns Bürgermeister im Bereich Umwelt-Klimaschutz gern umsetzen?

Robert Gustävel: Da es, obwohl ich die Akku-Technologie nur für eine Zwischenlösung halte, zu einem Anstieg bei E-Fahrzeugen und Plug-In-Hybriden kommen wird, ist es unumgänglich eine dazu passende Infrastruktur auszubilden. Dies muss sowohl auf den städtischen Parkplätzen und an städtischen Einrichtungen erfolgen also auch auf privaten und gewerblichen Parkflächen. Dazu werden Verhandlungen mit den Eigentümern, den Stadtwerken und Drittanbietern erforderlich sein.

Als ganz wesentlichen Schwerpunkt sehe ich hier, neben der energetischen Sanierung der Bestandsgebäude und anderer Energieverbraucher, Maßnahmen an, die zu einer Vermehrung der Photovoltaikanlagen nicht nur auf öffentlichen Gebäuden sondern auch auf privaten Dächern führen. Zusätzlich halte ich es für sinnvoll, dass bei der sicherlich auch in Zukunft unvermeidbaren Ausweisung von Neubaugebieten schon bei der Konzeption auf umweltfreundliche Konzepte wie Erdwärme, thermische Solaranlagen und PV-Anlagen Wert gelegt wird und solche Anlagen als Nahversorgungssysteme für ganze Siedlungen konzipiert werden. Dabei sind entsprechende Speichersysteme vorzusehen. Auch der Einstieg in eine lokale Wasserstoffwirtschaft unter Einbeziehung des ÖPNV und anderer Fuhrparks ist zu prüfen.

Für ein Gesamtkonzept der Energieerzeugung ist auch die Windkraft einzubeziehen, dies entsprechend der Analysen zum Umwelt- und Naturschutz und unter gleichzeitiger Planung zentraler und dezentraler Speichereinrichtungen.

Wie würden Sie die Themen Familie und Freizeit angehen, um im Zuge des demographischen Wandels, auch die Familienfreundlichkeit Iserlohns zu stärken und somit den Verbleib bzw. die Ansiedlung von Bürgern zu unterstützen?

Robert Gustävel: Um den Verbleib von Jugendlichen in der Stadt zu stärken oder diese nach dem Studium wieder nach Iserlohn zu ziehen sind umfangreiche Verbesserungen erforderlich. Die Kinder und Jugendlichen in Iserlohn müssen auf vieles verzichten, was in anderen Städten völlig normal und teilweise in großer Vielfalt vorhanden ist. Während das Angebot für U16 noch vielfältig in Sport, Kunst und Kultur ist fehlt für die Gruppe zwischen 16 und 18 doch schon so manches. Das beginnt mit einer fehlenden Location als Club oder Diskothek – die Schauburg ist nicht für diese Altersgruppe. Aber es geht weiter mit fehlenden Attraktionen wie einem Hochseilgarten, Kletterparks, Slacklining, LaserTag oder PaintBall. Nichts davon steht tatsächlich in Iserlohn zur Verfügung und die Gruppe 16-18 ist noch nicht so mobil, um diese anderenorts aufzusuchen. Ein Ausbau in diesen Bereichen erhöht auch die Attraktivität bei jungen Erwachsenen. Darüber hinaus können diese Verbesserungen auch ausschlaggebende Kriterien für einen Zuzug junger Familien sein, wenn die Jugendlichen ihr Votum abgeben.

Die Eltern hingegen werden wir eher mit größtmöglicher Flexibilität bei der Kinderbetreuung zu minimalen – am besten gar keinen – Kosten überzeugen. Dazu noch hochmoderne, bestens ausgestattete Schulen, sichere Radwege, ein zuverlässiger und flächendeckender ÖPNV und ein breites Angebot von Hilfen in allen Belangen vom Umzug über die An- und Ummeldung bis hin zur Unterstützung in Problemfällen. Darüber hinaus ist natürlich die Verfügbarkeit von attraktivem und bezahlbarem Wohnraum ein wichtiger Punkt. Weil Iserlohn aber auch keine Schlafstadt für Arbeitnehmer aus umliegenden Städten und Gemeinden werden soll ist es notwendig, dass sich in Iserlohn neue, zukunftsfähige Betriebe ansiedeln.

Welche weiteren Themen sind für Sie wichtig?

Robert Gustävel: Nach einem Jahrzehnt des Stillstands gibt es keine unwichtigen Themen in Iserlohn. Egal ob es um Stadtentwicklung, Instandhaltung, Verwaltungsstruktur, Digitalisierung, Veranstaltungshalle oder die Zukunft der Eishalle geht: alle Themen müssen dringend bearbeitet werden. Vorrangig müssen dabei die Themen angegangen werden, die unmittelbar den Bürgern zu Gute kommen.

Abschließend bitte ich Sie noch die angefangenen Sätze zu vollenden.

Iserlohn ist… jahrelang vernachlässig und zu Tode gespart worden.

Bei dem Begriff „Citymanager“ denke ich… an eine überflüssige Kostenstelle.

Auf dem Gelände rund um den Schillerplatz sehe ich in fünf Jahren… eine große Baustelle.

Wenn ich am 13. September nicht zum Bürgermeister gewählt werde, dann tut es mir leid für die Bürger und die Stadt.