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Die ersten Testspiele und das öffentliche Training

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Der eine oder andere Aktive der Iserlohn Roosters wird sich bereits während der ersten beiden Trainingswochen im August verwundert die Augen gerieben haben – „Sind wir denn schon in den Playoffs“, könnten sich Joe Whitney und Co gefragt haben. Denn mit den ersten beiden Testspielen der Vorbereitung vor der Brust hat Roosters-Coach Brad Tapper seine Jungs schonmal richtig hart rangenommen: „Wir wollen schon früh die härteste Saisonphase simulieren, die Zeit kurz vor den Playoffs. Dann, wenn der Körper nicht mehr frisch ist, man sich müde fühlt, muss man abliefern und vor allem sich auf die taktischen Dinge konzentrieren, die der Trainer einem mitgibt“, so der ehemalige Stürmer. Am morgigen Freitag bestreiten die Sauerländer ihr obligatorisches Training(sspiel) bei der Düsseldorfer EG, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet und um 19:30 Uhr beginnt. Die DEG bietet einen kostenlosen Livestream ( https://aisw.tv/spiel/108550) an. Sonntagnachmittag treten die Roosters dann beim Oberligisten und Kooperationspartner aus Herne an (15:30 Uhr). Der Vorverkauf für diese Partie, die maximal 500 Personen aufgrund der Corona-Pandemie erleben können, ist bereits abgeschlossen. Wer keine Karte hat, wird auch kein Ticket mehr am Sonntag vor Ort bekommen, die Partie wird bei SpradeTV kostenpflichtig zur Verfügung gestellt.

Für beide Tests macht Tapper, so wie in der vergangenen Saison ein Geheimnis aus seinen Reihenkombinationen. „In jeder Formation wird es offensive und defensive Qualität geben.“ Fakt ist aber auch, dass die, die im letzten Jahr gemeinsam erfolgreich waren, zum Beispiel das Duo Whitney/Bailey nicht zusammenspielen werden. „Wir haben uns vorgenommen ein wenig zu experimentieren. Wir wollen sehen, wer mit wem zusammenspielen könnte, wer zusammenpasst und wer nicht. Genau dafür ist die Vorbereitung schließlich da“, unterstreicht der Coach. Natürlich sind es die ersten Versuche deutlich weniger ausrechenbar zu sein. So gut, wie die Roosters in der vergangenen DEL-Spielzeit offensiv produziert haben, so oft waren es auch die Herren Grenier/Whitney/Bailey, die scoren konnten und irgendwann auch mal vom Gegner ausgespäht waren. Im Tor macht Tapper dagegen klare Ansagen. Das erste Spiel bekommt die Nummer eins: Andy Jenike. Er wird morgen in der NRW-Landeshauptstadt zwischen den Pfosten stehen. „Und ich freue mich drauf. Nach zwei Wochen Trainings wird es mal Zeit für ein Testspiel“, grinst der gebürtige Hamburger. Sonntag in Herne wird Hannibal Weitzmann seine erste Chance bekommen, sich im Roosters-Trikot zu zeigen. Aber Tapper denkt schon jetzt an die anderen beiden Goalies, die Nachwuchsjungs im Kader. „Finn Becker wird ein paar Minuten bekommen in der Vorbereitung, Jonas Neffin ein Spiel gegen einen DEL-Konkurrenten. Da wollen wir sehen, wie er sich entwickelt hat“, so Tapper weiter, der allen bis dato eine starke Vorbereitung attestiert. „Die Jungs geben alles und arbeiten wirklich sehr, sehr hart. Es macht Spaß mit allen zu arbeiten.“ Diese Wertschätzung gibt auch der alte und – sofern nicht noch wirklich Bahnbrechendes passiert – voraussichtlich auch neue Kapitän zurück: „Die Jungs arbeiten hart, aber auch die Trainer machen einen wirklich guten Job, lassen sich viel einfallen. Das macht schon Spaß. Trotzdem reichts jetzt auch mal mit dem Training“, betont Torsten Ankert. Verletzt ist bislang niemand, einer der Nachwuchsspieler, die während der Saison in Herne Spielpraxis sammeln sollen, könnte am Sonntagnachmittag auch im Dress des Herner EV auflaufen – es gab in der Vorbereitungszeit auch schon mal gravierendere Probleme am Seilersee.

Zwischen den beiden Testspielen erleben Mannschaft und Fans der Sauerländer dann das erste kleine emotionale Highlight der Spielzeit: Ihr allerstes Wiedersehen seit knapp anderthalb Jahren. Wenn der Club am Samstagmorgen zum ´Öffentlichen Training` einlädt, dann werden bis zu 1000 Fans mit dabei sein können. Es ist die erste echte Begegnung zwischen beiden Seiten seit Anfang März 2020. Zwar haben die Roosters immer mal wieder Events organisiert, wo die Anhängerschaft zumindest mal im Auto sitzend, die Mannschaft am Seilersee gehen hat, mehr aber war aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Und auch die Begegnungen der Fans untereinander werden sich in Grenzen gehalten haben.

Ein besonderer Fokus soll nochmal darauf liegen, dass der Märkische Kreis seinen Impfbus zum Training entsendet. Der Bus steht auf dem Vorplatz der Eissporthalle und nimmt jeden, der Vorsorge gegen das Corona-Virus tragen und sich impfen lassen will, nur zu gerne in Empfang. Wie in allen Gesellschaftsbereichen gilt auch für die Veranstaltungen in der Eissporthalle: Je höher die Impfquote, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Events wie das am Samstag schon bald wieder zur Tagesordnung gehören – eine echte Win-Win-Situation für alle.

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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