Erfahrungsaustausch der Iserlohner Anbieter – Fahrten demnächst auch nach Dröschede

Dreißig Iserlohner Freiwillige engagieren sich aktuell als Privatpersonen, Mitglieder von Vereinen und Kirchengemeinden sowie als Beschäftigte von Unternehmen im Dienste der guten Sache. Sie sorgen mit der koordinierenden Unterstützung der Stadt Iserlohn dafür, dass die über 80-jährigen Seniorinnen und Senioren ihren Weg zum Impfzentrum Lüdenscheid antreten können. Nach dem Aufruf von Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe Ende Januar meldeten sie sich in der städtischen Koordinierungsstelle bei Nicole Behlau und Hinrich Riemann. So können Hilfe suchenden Seniorinnen und Senioren für ihre gebuchten Termine für Erst- und Zweitimpfungen hilfsbereite ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrern persönlich vermittelt werden.
Stellvertretend für das gesamte fahrende Freiwilligenteam trafen sich die städtischen Mitarbeiter am vergangenen Dienstag mit fünf Ehrenamtlichen zu einem kurzen Erfahrungsaustausch an der frischen Luft.

Die Eheleute Catrin und Thomas Engelberts, die in der Tourismusbranche auf Grund des Corona bedingten Lockdowns aktuell in der Reisebuchung und Kundenbetreuung weniger zu tun haben und im Homeoffice arbeiten, engagieren sich gerne für die Menschen, die nicht aus eigener Kraft den Weg nach Lüdenscheid auf sich nehmen oder nicht auf die Unterstützung von Angehörigen zählen können. „Gerne bieten wir bei Bedarf auch unsere Fremdsprachenkenntnisse in Englisch, Spanisch und Russisch an, um Menschen den Gang zum Impfzentrum zu erleichtern“, sagten sie.

Karin Hörhold ist Seniorenassistentin und kennt aus ihrer beruflichen Arbeit die Sorgen und Nöte von Seniorinnen und Senioren nur zu gut: „Ich habe mich umgehend gemeldet, um meine Hilfe anzubieten – von der Organisation der Impftermine im Internet über den Fahrdienst bis hin zur Begleitung vor Ort. Insbesondere beim Ausfüllen der Formulare möchte ich anderen Menschen gerne behilflich sein.“

Anastassios Avramidis fährt das von der Firma Lobbe behindertengerecht umgebaute „Impfmobil“. Dabei handelt es sich um einen Kleinbus mit ausfahrbarem und höhenverstellbarem Sitz und Übergang zum Rollstuhl. Dieses Fahrzeug ist besonders für Menschen geeignet, die nach Hüft- oder Knie-Operationen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und denen das Ein- und Aussteigen bei einem niedrigen Pkw schwer fällt.

Gerd Westesen bezeichnet sich selbst als „Fahrer mit Herzblut und Leidenschaft“. Als berufserfahrener Taxi- und Lkw-Fahrer mit großer Hilfsbereitschaft gerade für Menschen, die auf besondere Hilfe angewiesen sind, fühlt er sich in diesem Engagementfeld genau an der richtigen Stelle: „Ich möchte, dass sich die Menschen in unserer Obhut sicher aufgehoben und individuell gut betreut fühlen. Ein strahlendes Lächeln der Fahrgäste ist dabei das schönste Dankeschön.“

Die fünf Ehrenamtlichen betonten, dass es ihnen ein wichtiges Anliegen sei, die Menschen nicht nur zu fahren, sondern sie auch vor Ort im Impfzentrum zu begleiten. Sie unterstützen gerne auch beim Ausfüllen der Formulare. Überdies vermitteln sie in dieser  besonderen Situation Ruhe und geben Zuspruch. Ihr persönliches Engagement wird von den Seniorinnen und Senioren sehr wertgeschätzt und mit großer Dankbarkeit angenommen.

Die Stadt Iserlohn ist stolz darauf, mit dem Einsatz der vielen ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer einen solchen Fahrdienst für die Iserlohner Seniorinnen und Senioren anbieten zu können. „Die Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Tersteegenhauses, dem ISSV e.V., der DJK Sümmern und der Versöhnungskirchengemeinde Iserlohn funktioniert hervorragend. Mit Anke Urban, Stephanie Hennecke, Martina Hörstemeier und Timon Tesche haben wir sehr verlässliche Kooperationspartner; ihnen gilt ein großer Dank dafür, dass sie ihre Vereins- und Gemeindebullis sowie ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer für die Fahrdienste zur Verfügung stellen. Insgesamt konnten so schon rund hundert Fahrten ins Impfzentrum vermittelt werden“, so Nicole Behlau. „Besonders erfreulich ist, dass alle Freiwilligen ihr Engagement auch für die Zukunft für Fahrten zum Impfzentrum in Dröschede erklärt haben“, stellt Hinrich Riemann im Hinblick auf die kommenden Wochen und Monate der Impfkampagne im Kampf gegen die Corona-Pandemie heraus.

Wer einen ehrenamtlichen Fahrdienst in Anspruch nehmen möchte, kann sich an die städtische Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement bei Nicole Behlau (Rufnummer 02371 / 217-2083) und Hinrich Riemann (Rufnummer 02371 / 217-2079) wenden.

Quelle: Stadt Iserlohn