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Erste digitale Jahreshauptversammlung: Vorstand wiedergewählt

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Eine außergewöhnliche Jahreshauptversammlung des Iserlohner Eishockeyclubs e.V. war es, die am vergangenen Montagabend in den VIP-Räumlichkeiten der Eissporthalle am Seilersee stattfand: Denn mit dem ersten Vorsitzenden Wolfgang Brück, dem zweiten Vorsitzenden Josef Jost, Nachwuchsvorstand Arthur Paton und Kassenprüfer Rüdiger Schilling waren nur eine Hand voll Leute anwesend. Dazu kamen noch Protokollführer und Wahlleiter – und eine fast ebenso große Anzahl an Technikern.

Denn die Jahreshauptversammlung des Iserlohner EC wurde erstmals digital durchgeführt. Begleitet von der Firma Malkus Veranstaltungstechnik hatten die Verantwortlichen des IEC einen Livestream auf die Beine gestellt, zu dem lediglich die Mitglieder des Clubs am Montagabend ab 19:30 Uhr Zugang hatten. Die Corona-Pandemie ließ ein anderes Vorgehen nicht zu, umso erfreulicher lässt sich resümieren, dass der Ablauf reibungslos über die Bühne ging und man sich bei den Sauerländern freut, einen weiteren Schritt zurück in Richtung Normalität getan zu haben.

Denn nachdem die Jahreshauptversammlung im vergangenen Sommer komplett durch die Pandemie bedingt komplett ausfallen musste, galt es am Montagabend gleich zwei Geschäftsjahre zu besprechen, zudem standen auch die Neuwahlen des Vorstandes an.

Bei besagten Neuwahlen, die ebenfalls digital stattfanden, wurden sowohl der 1. Vorsitzende Wolfgang Brück als auch der 2. Vorsitzende Josef Jost jeweils ohne Gegenkandidaten und mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Beide vereinigten jeweils über 96% der abgegebenen Stimmen auf sich.

Bereits bei der Feststellung der im Stream anwesenden Mitglieder ließ sich feststellen: Die Mühen, die man sich im Vorfeld mit der Organisation einer solchen digitalen JHV gemacht hatte, stießen auf eine hohe Akzeptanz. Zu Beginn der Veranstaltung waren 240 Mitglieder im Stream, zwischenzeitlich gab Wolfgang Brück dann noch bekannt, dass bis zu 271 Mitglieder an der digitalen JHV teilgenommen hatten.

Nach der pünktlichen Begrüßung durch Wolfgang Brück und einigen Grußworten von Torsten Ankert, dem Kapitän der Iserlohn Roosters begab sich der alte und neue Clubchef sogleich zu seinem Bericht der Jahre 19/20 und 20/21. Auch nach knapp zweieinhalb Jahren kam diese Rückschau nicht ohne die Erinnerung an die schwere Krankheit von Karsten Mende aus. Brück erläuterte die im darauffolgenden Sommer 2019 vorgenommene Neustrukturierung der sportlichen Verantwortlichkeiten. „Wir haben uns mit einem neuen sportlichen Leiter und einem neuen Trainerteam komplett neu ausgerichtet. Es war klar, dass dieser Prozess Zeit brauchen würde. Wir hatten Höhen und Tiefen, erfreulich war vor allem die Entwicklung unserer jungen Spieler. Im Endeffekt können wir mit dieser Saison vor Allem aufgrund der Art und Weise wie wir teilweise Eishockey gespielt haben, nicht zufrieden sein“, blickt Brück zurück. Die Problematik war schnell ausgemacht: „Unsere Importspieler und auch einige deutsche Führungsspieler konnten ihre Leistung nicht konstant abrufen. Das war auch die klare Vorgabe, die Christian Hommel für die Zusammenstellung des Kaders in der Spielzeit 20/21 hatte – und das hat er großartig gemacht“, erklärt Brück.

Nun klingen diese Worte fast so, als hätte der Verein einen ganz normalen Sommer hinter sich. Doch Mitte März 2020 traf die Iserlohner die Corona-Pandemie und ihre Folgen ebenso wie die ganze Welt. „Es ging Mitte März dann relativ schnell in den Lockdown, die Playoffs wurden abgebrochen und auch sonst sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Uns ist darauf kein finanzieller Schaden entstanden, weil wir uns sportlich nicht qualifiziert hatten. Wir haben dann schnell alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um diese Pandemie zu überstehen. Wir mussten im Ligaverband den Saisonstart zwei Mal verschieben“, erinnert sich Brück, der dem Vorgehen der Liga-Verantwortlichen ein großes Lob aussprach und sich nochmal ausdrücklich für die Unterstützung von Gesellschaftern und Aktiven bedankte, die letztlich dazu führten, dass die Iserlohn Roosters an der Spielzeit 20/21 teilnehmen konnten. „Die Gesundheit aller Beteiligten stand und steht beim Vorgehen der Liga und auch bei unseren Entscheidungen stets im Vordergrund. Elementar für unsere Teilnahme an der Saison war die Zusage unserer Gesellschafter, eventuelle Verluste auszugleichen und natürlich der Gehaltsverzicht unserer Spieler“, so Brück.

Und so starteten die Roosters in eine Saison, die ohne Zuschauer stattfand und deren Highlight dennoch unverkennbar mit den Fans verknüpft war: „Nach der Qualifikation für die Playoffs im letzten Hauptrundenspiel aus dem Fenster im Büro zu schauen und zu sehen, wie Fans und Mannschaft im Rahmen der Möglichkeiten miteinander feiern, war ein überragendes Gefühl. Das wollen wir möglichst bald wieder erleben und vielleicht ja auch irgendwann mal toppen“, sagt der Clubchef.

Für diese Ziele wurden bereits erste Vorkehrungen getroffen, die Kaderplanung ist zum jetzigen Zeitpunkt durchaus weit fortgeschritten, Leistungsträger konnten von einem Verbleib am Seilersee überzeugt werden. „Wir haben uns sicherlich an der einen oder anderen Stelle in der Vertragsgestaltung ein bisschen cleverer angestellt und der Standort Iserlohn ist sicherlich auch nicht uninteressanter geworden“, erklärt Brück und ergänzt, dass dies nicht nur für den sportlichen Bereich gelte: „Wir haben den Kontakt mit unseren Sponsoren und der Öffentlichkeit gehalten und in diesen Bereichen gute Arbeit geleistet. Insgesamt geht ein großes Lob an unseren Betreuerstab, unser Ärzteteam und unsere Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle, ohne die wir diese Saison nicht hätten durchführen können.“

Ein großer Dank ging darüber hinaus an die Dauerkarten-Inhaber, Mitglieder und Sponsoren, die dem Iserlohner Eishockey nicht zuletzt auch aufgrund der stetigen Weiterentwicklung die Treue gehalten haben.

Diese Worte fand auch der Nachwuchsvorsitzende Arthur Paton, der über die vergangenen beiden Jahre der Nachwuchsabteilung berichtete. Man sei bis zum Lockdown auf einem großartigen Weg gewesen, so Paton, aber im Herbst 2020 zeigte sich, dass die Aufrechterhaltung des Spiel- und Trainingsbetriebs im Nachwuchs ohne den regulären Spielbetrieb bei den Profis nicht zu stemmen ist. Anfang September wurde deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Aufgrund der großartigen Resonanz dieser Aktion ist der Betrieb der Nachwuchsabteilung unabhängig von allen anderen Faktoren bis mindestens zum Ende des aktuellen Jahres sichergestellt. Dafür ging ein großer Dank der Nachwuchsabteilung an Fans, Mitglieder, Spender und Sponsoren.

Im Anschluss stellte Josef Jost Einnahmen und Ausgaben der vergangenen beiden Geschäftsjahre gegenüber, 19/20 hielten sich Einnahmen und Ausgaben ungefähr die Waage, in 20/21 konnte man einen Überschuss erzielen, der auch den zahlreichen Spenden für den Nachwuchsbereich zuzurechnen ist. Insgesamt war das finanzielle Volumen in 20/21 pandemisch bedingt deutlich geringer als in den Vorjahren.

Nach dem Bericht des Kassenprüfers Rüdiger Schilling beantragte dieser die Entlastung des Vorstandes, der mit ebenfalls über 96% stattgegeben wurde. Ebenso wie Wolfgang Brück und Josef Jost wurden auch die Kassenprüfer Rüdiger Schilling und Andreas Greuel, der krankheitsbedingt nicht anwesend war, wiedergewählt.

Auch bei den Ehrungen galt es, zwei Jahre aufzuarbeiten: Den Jubilaren für 20 Jahre und 25 Jahre Mitgliedschaft beim IEC wurden die entsprechenden Urkunden bereits im Vorfeld zugestellt, insgesamt wurden im Jahr 19/20 11 Mitglieder für 20 Jahre Mitgliedschaft und 15 Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt, in 20/21 waren es 8 (20 Jahre) bzw. 9 (25 Jahre) Mitglieder.

Anschließend kommunizierte der 1. Vorsitzende die Leistungsänderungen bei den Vorteilen einer Mitgliedschaft und betont nochmal die Vorteile einer lebenslangen Mitgliedschaft:

  • Ab der Saison 22/23 wird es anstatt eines Gutscheins für zwei Stehplatztickets lediglich einen Gutschein für ein Stehplatzticket geben
  • Im Gegenzug bekommen alle Mitglieder ein Vorkaufsrecht für Einzeltickets sobald es die Kapazitätsbeschränkungen möglich machen
  • Darüber hinaus wird es ab dem kommenden Jahr eine exklusive Autogrammstunde ausschließlich für Mitglieder nach dem öffentlichen Training geben

Die Versammlung endet nach ziemlich genau zwei Stunden um 21:30 Uhr.

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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