Erste Stimmungsbilanz nach ReStart

Seit dem 20. April, dürfen die meisten Einzelhändler, sowie Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen unter Auflagen zur Hygiene und mit Zutrittssteuerungen wieder öffnen. Allein für den Iserlohner Innenstadtbereich bedeutet dies, dass rund 130 Geschäfte wieder für die Iserlohner und Letmather geöffnet sind. Der Einzelhandel zieht nach 2 Wochen eine gemischte Bilanz. So war der Start im allgemeinen eher verhalten. In Letmathe fehlt, laut den Händlern vor Ort, vor allem der tägliche Kundenstrom.

Einen zweiten Shutdown würden viele nicht verkraften.
Viele Händler schätzen den eigenen Umsatz in der vergangenen Woche auf max. 30 Prozent des Vorjahreszeitraums. Die Fixkosten könne man zwar noch nicht decken, aber man sei nun auch froh um jeden Kontakt zum Kunden. Auch wenn die Hygiene Maßnahmen mit extremen Kosten verbunden sind und weniger Kunden de Geschäfte Einlass erhalten, so sind die meisten Händler mit der Vorsorge absolut einverstanden. Denn klar ist für viele Händler auch, einen zweiten Shutdown würden die meisten nicht verkraften oder gar überleben.

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Vom Shutdown über Lockerungen hin zum Alltag.

Die Iserlohner Innenstadt war am Samstag unter Betracht der Umstände gut frequentiert. Bei einigen Einzelhändlern lag der Umsatz im April bei zum Teil über 90 Prozent unter normal. Viele Geschäfte hatten während Corona ihren Betrieb sogar ganz geschlossen, nicht zuletzt, weil sie bisher keinerlei Onlinepräsenzen aufgebaut hatten. Andere wiederum versuchten sich erstmals Online ihren Kunden zu präsentieren und schafften zum Beispiel einen Abholservice oder Lieferdienst.

Bei einigen durchaus erfolgreich. So konnte man zum Beispiel „VONUNS“ täglich begleiten und sehen, wie man sich mit gelebter Motivation gegen die Corona Krise stellt. Auch eigentliche Nischen-Händler, konnten sich neu positionieren. Mit der Mund- Nasenschutzpflicht fanden zum Beispiel genähte Masken von Stoffblume aus Letmathe reißenden Absatz.

Kunden kommen, um auch den Einzelhandel zu unterstützen.

„Die Motivation der Kunden wieder in den Geschäften und nicht online einzukaufen, ist unter anderem auch Unser-Iserlohn.de zu verdanken. Auch wenn dies eine Online-Plattform ist, so konnten wir uns dort mit unserem Service präsentieren. Und Unser-Iserlohn verwies immer wieder auf die lokalen Händler mit ihren Online-Einkaufsmöglichkeiten oder Gutscheinen von Friseuren und der Gastronomie. Die Kunden wurden so etwas sensibilisiert, sodass sie den lokalen Einzelhandel unterstützten, damit wir Händler und Gastronomen die Corona-Krise halbwegs überstehen. Viele Kunden kommen nun auch extra, um direkt vor Ort einzukaufen oder die Gutscheine einzulösen, die sie während der Corona-Zeit gekauft hatten. Letztlich zählt jeder Kundenkontakt um auch in Zukunft als Händler vor Ort für die Iserlohner und Letmather sein zu können.“ So ein Vertreter der Werbegemeinschaft Iserlohn.

Wie manche Einzelhändler mit der Corona-Krise umgingen, können Sie in unseren Beiträgen „Unser-Iserlohn.de unterwegs“, lesen.