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Fehlstart sorgt für Niederlage gegen Nürnberg

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Dresden/Iserlohn – Die klare Leistungssteigerung der letzten Testspiele konnten die Iserlohn Roosters im vorletzten Test gegen die Nürnberg Ice Tigers nicht wieder aufs Eis bringen. Insbesondere aufgrund eines schwachen Auftaktdrittels und vieler individueller Fehler mussten sich die Sauerländer im Halbfinale des ´So geht Sächsisch`- Cups in Dresden den Franken mit 2:5 geschlagen geben.

 

Nach langer Anreise am ersten Turniertag kamen die Roosters im ersten Drittel nur phasenweise in die Partie. Die Ice Tigers deshalb nicht nur in den ersten Minuten die bessere Mannschaft, führten nach 20 Minuten mit 3:0. Schon in den Auftaktminuten war das Team von Brad Tapper maßgeblich defensiv beschäftigt. Erst in der 7. Minute setzten die Blau-Weißen offensiv den ersten Akzent, als Neuzugang Schilkey sich vor dem gegnerischen Tor gut vom Gegenspieler gelöst hatte, vor Niklas Treutle auftauchte, die Scheibe allerdings nicht versenken konnte. Kurze Zeit vorher hatte Ziegler in Unterzahl für die Roosters gerettet, die in der 9. Minute den ersten Gegentreffer hinnehmen mussten. Der Ex-Iserlohner Chris Brown setzte sich im Zweikampf an der Bande durch, wurde auf seinem Weg zwischen die Bullypunkte nicht gestoppt, traf deshalb mit der Rückhand zum 0:1. Bailey hatte gleich anschließend, per Zuspiel von Foucault, den Ausgleich auf dem Schläger, traf allerdings nur den Pfosten. Es war die beste Gelegenheit der Sauerländer im ersten Abschnitt. Anschließend hatte man das Gefühl, die Roosters würden besser ins Spiel kommen, insgesamt aber lief das Team zu wenig Schlittschuh und erlaubte sich vor Drittelende noch zwei schwache Momente. Erst landete der Puck von Jenikes Fanghand nach einen Welsh-Schuss unglücklich im eigenen Tor, dann versenkte Mako Friedrich die Scheibe nach einem Konter, sparte sich aber einen euphorischen Jubel gegen sein Ex-Team.

 

Eine klare Steigerung der Roosters-Leistung im Mitteldrittel war unverkennbar, allerdings brachte sie wenig Ertrag. Nürnberg hatte über Schmölz ohnehin die erste gute Gelegenheit, als defensiv die Zuordnung nicht stimmte. Anschließend sammelten beide Teams vor allem eines: Strafminuten. Immer wieder prägten harte Checks und kleine Undiszipliniertheiten die Partie, die wir am kommenden Freitag, zum Saisonstart der DEL, am Seilersee erneut erleben werden. Ziegler, Foucault, Whitney und Bailey erarbeiteten sich Möglichkeiten, es fehlte letztlich aber die Effektivität im Abschluss – zumindest bis zur 37. Minute. Da waren die Roosters in Unterzahl, saß Broda auf der Strafbank als Neuzugang Ewanyk sich nach einem Ankert-Befreiungsschlag die Scheibe schnappte, durchstartete und bei seinem 1:0-Konter Niklas Treutle keine Chance ließ (37.). Ein wunderschöner Shorthander. Doch das Zwischenergebnis von 1:3 wurde nur Sekunden in der EnergieVerbund-Arena angezeigt, dann stimmte in Unterzahl die Zuordnung in der Defensive nicht, Sheehy bringt die Scheibe zu Jahnke, der die Scheibe unter die Iserlohner Latte hämmert. Damit war der Rückstand vor dem letzten Drittel wieder auf drei Tore angewachsen.

 

Und die konnte das Tapper-Team auch im Schlussabschnitt nicht aufholen. Zwar mühten sich die Roosters, hatten gleich zu Beginn in doppelter Überzahl rund eine Minute die Chance zum zweiten Treffer, nutzten sie aber nicht. Gefährliche Möglichkeiten blieben Mangelware, bis Nürnberg etwas mehr als sechs Minuten vor dem Ende mit einer weiteren Strafe in Unterzahl auf dem Eis stand. Tapper zog Jenike, brachte den sechsten Feldspiele und bejubelte das 2:4 durch Kris Foucault, den an diesem Abend auffälligsten Iserlohner Stürmer. Drei Minuten vor dem Ende nahm der Headcoach noch einmal Jenike vom Eis. Noch einmal hatten die Sauerländer zwei gute Gelegenheiten vor dem Nürnberger Tor bis die Scheibe herausrutschte und Reimer ins leere Tor zum 5:2-Endstand einnetzen konnte.

 

 

Ice Tigers: Treutle – Bender, Parlett; Karrer, Pilu; Weber, Lobach; Rabarik – Stoa, Schmölz, Fleischer; Brown, Sheehy, Reimer; Jahnke, Friedrich, Fox; Ustorf, Kisslinger, Welsh

 

Roosters: Jenike – O´Connor, Sezemsky; Buschmann, Acolatse; Rausch, Riefers; Ankert, Labrie – Raedeke, Schilkey, Cornel; Ewanyk, Broda, Ziegler; Jentzsch, Foucault, Aubin; Bailey, Adam, Whitney

 

Schiedsrichter: Westrich, Steingroß

 

Tore: 1:0 (11:43) Brown (4:4), 2:0 (15:58) Welsh (Weber), 3:0 (18:50) Friedrich (Jahnke), 3:1 (36:52) Ewanyk (4:5), 4:1 (38:08) Jahnke (Sheehy), 4:2 (54:16) Foucault (Bailey, O´Connor/5:4), 5:2 (57:39) Reimer

 

Strafen: Ice Tigers 12 + 5 (Weber, Kislinger) – Roosters 12 + 5 (Foucault, Ewanyk)

 

Zuschauer: 200

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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