Intensive Partie mit dem besseren Ende – 3:2 in Düsseldorf

Düsseldorf – Die Iserlohn Roosters sicherten sich bei der DEG unter dem neuen Trainer-Duo Tapper/Hommel drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs und gewannen mit 3:2. Den Unterschied machte am Ende die Topformation mit Whitney, Grenier und Bailey, die an allen drei Treffern beteiligt waren.

Höhepunkte gab es im ersten Drittel nach dem Trainerwechsel wenig. Die Gastgeber hatten die besseren Möglichkeiten und mehr Eiszeit im Iserlohner Drittel, die Sauerländer aber präsentierten sich durchaus aggressiver, versuchten mehr von sich aus, das Spiel zu gestalten. Das galt insbesondere für die Anfangsminuten, als das Team vom Seilersee seine Akzente zu setzen versuchte. Je länger der erste Abschnitt dauerte, desto mehr hatten die Gastgeber die Möglichkeit zu agieren. Letztlich aber brauchten weder die 12:8-Schüsse beider Teams, noch die wenigen Möglichkeiten vor den gegnerischen Toren Zählbares ein. Leider galt das auch für das erste Powerplay der Sauerländer früh im Match und die beste Gelegenheit der Iserlohner: Zwar brachte Whitney den Puck über die Linie, leider aber per Kickbewegung, so dass die Unparteiischen nach dem Videobeweis dem Treffer die Anerkennung verweigern mussten (4.). Trotz zweier Pfostentreffer auf Iserlohner Seite und auch einigen Möglichkeiten der Gaatgeber ging es dann torlos in die erste Pause.

Das sollte sich im Mitteldrittel ändern, wenn auch nicht gleich zu Beginn. Da war für die Roosters erstmal im Doppelpack Unterzahl angesagt. Whitneys Strafzeit brachten die Blau-Weißen locker von der Uhr, doch direkt im Anschluss musste Bailey runter. Zumindest durch die Roosters-Brille eine fragwürdige Entscheidung – und diese Hinausstellung sollte sich rächen. Barta hatte zu viel Platz, den man ihm erfahrungsgemäß nicht geben darf: Der Top-Stürmer traf per genialem Schuss zur Düsseldorfer Führung (23.), Jenike im Iserlohner Kasten war vollkommen chancenlos. Positiv: Die Roosters arbeiteten weiter mit Selbstvertrauen und belohnten sich dafür mit einem ganz einfach erzielten Tor. Schuss O´Connor von der blauen Linie, Verkehr vor dem Kasten von DEG-Keeper Hane – Ausgleich, 116 Sekunden nach dem Düsseldorfer Führungstreffer. Dieser Treffer war Belohnung für ein besseres zweites Drittel der Iserlohner, die weiterhin konsequent versuchten, ihre Momente zu kreieren. Insbesondere die Formation mit Grenier, Whitney und Bailey spielte ihre Möglichkeiten gnadenlos aus, traf in der 31. Minute zur ersten Führung durch Bailey und baute sie durch Grenier in der 34. Minute sogar auf 3:1 aus. Beide Treffer waren astrein herausgespielt. „Dieser Formation darfst Du nicht viel Platz geben. Das haben wir getan und so das Momentum verloren“, wusste auch Düsseldorfs Trainer Harold Kreis nach der Partie. Doch die DEG fand über ihre individuelle Klasse zurück: Fischbuch arbeitete sich zwei Minuten später durch die Iserlohner Defensive und legte zurück auf Kammerer, der auf 2:3 verkürzte – mehr passierte dank Jenike und ein wenig Glück aber nicht.“Wir hatten einen Plan und haben den umgesetzt und sind dann auch verdient in Führung gegangen – wir wollten uns dann nicht verrückt machen lassen und diese verdiente Führung mit nach Hause nehmen“, sagte der sportliche Leiter der Sauerländer, Christian Hommel, nach der Partie. Viel von seinem Stimmvolumen war da nicht mehr übrig – Hommel coachte ebenso wie sein Headcoach lautstark und engagiert.

Und das erfolgreich: Kleinere Defizite in der Defensivbewegung gab es auch noch einmal zu Beginn des Schlussdrittels. Die Sauerländer taten sich schwer bei den Befreiungsaktionen im eigenen Dritte. Immer aber, wenn es zu brennen schien, war der bärenstarke Andy Jenike zur Stelle, der auch in Unterzahl bei Ankerts Strafe Rettungsanker war. Ab der 48. Minute genießen die Roosters dank zweier engagierter Auftritte von Tim Fleischer Powerplay im Doppelpack, scheitern aber bei beiden Versuchen, die Scheibe noch einmal vorbei an Hane ins Düsseldorfer Tor zu bringen. So beginnt eine sechs Minuten dauernde Schlussphase, eingeleitet von einer Iserlohner Unterzahl, die beweist, dass das Team der Sauerländer um Puckmagent Torsten Ankert zu den besten Teams der Liga im Penaltykilling gehört. Und weil es so ist, brachten sie auch in den Schlusssekunden, als Düsseldorf den Goalie vom Eis genommen hatte, und Bailey abermals nach einer äußerst strittigen Entscheidung runter musstee, die Zeit von der Uhr. Gleich im ersten Spiel mit dem neuen Trainer-Duo holen die Roosters drei wichtige Auswärtspunkte bei der DEG.

 

DEG: Hane – Nowak, Ebner; Jensen, Cumiskey; Jahnke, Geitner – Barta, Flaake, Ehl; Olimb, Fischbuch, Kammerer; Carey, Eder, Karachun; Svensson, From, Alanov

 

Roosters: Jenike – Ankert, Orendorz; Johnston, Reinhart; O´Connor, Baxmann; Buschmann – Jentzsch, Riefers, Raedeke; Fleischer, Proske, Lautenschlager; Grenier, Bailey, Whitney; Sutter, Aubin, Lowry

 

Schiedsrichter: Rantala, Schadewaldt

 

Tore: 1:0 (22:26) Barta (Kammerer, Cumiskey/5:4), 1:1 (24:22) O´Connor (Whitney, Grenier), 1:2 (30:18) Bailey (Grenier, Whitney), 1:3 (33:31) Grenier (Whitney, Bailey), 2:3 (35:54) Kammerer (Fischbuch, Cumiskey),

 

Strafen: DEG 8 – Roosters 14

 

Zuschauer: 0

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters