Interview mit dem Bürgermeister Michael Joithe (Teil 2)

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Kommen wir nun zum 2. Teil unseres Interviews mit dem amtierenden Bürgermeister von Iserlohn betreffend:
Die ersten 3 Monate im Amt“ 

Wie Sie wissen, bin ich ein Freund von Zusammenhalt, erst recht in schwierigen Situationen. Neben Unser-Iserlohn.de zeigen vor allem private Initiativen wie Bürger helfen Bürgern, Iserlohn hilft oder die ehrenamtlichen Helfer rund um Continue, dass dieser Zusammenhalt auch in schwierigen Situationen möglich ist.

Fotograf: Lutz Tölle

 In Sitzungen des Rates der Stadt Iserlohn verlief es dagegen nicht immer ohne politischen Schlagabtausch. Zum Teil wurde sogar über Print und Sozialen Medien öffentlich diskutiert. Gab es für Sie keine Schonfrist oder warum überwiegte der fehlende Zusammenhalt aller Beteiligten, der öffentlich dargestellt wurde?

Michael Joithe: Ich teile Ihre Wahrnehmung, aber über die Gründe könnte ich nur spekulieren und das möchte ich nicht. Dazu sollten Sie andere befragen. Ich habe von Anfang an die Hand gereicht und versuche alles, um eine gute Zusammenarbeit auf der Sachebene zu ermöglichen. Das ist und bleibt weiter mein Ziel! Ich bin und bleibe überparteilich und als Bürgermeister zu allererst der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und nicht der Politik.

Ok. Und wie sieht Ihre weitere Prioritätenliste für die nächsten Monate aus und was wünschen Sie sich für Iserlohn?

Michael Joithe: In allen Dingen näher beim Bürger sein! Ansprechbar bleiben und immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu behalten, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung.

Oberste Priorität hat daneben die Digitalisierung der Verwaltung nach innen und außen. Nach außen, um für unsere Bürgerinnen und Bürger nach und nach immer mehr Behördengänge elektronisch vom heimischen PC aus zu ermöglichen und endlich an die Standards zum Beispiel der baltischen Staaten anzuschließen. Nach innen, um die Abläufe der Verwaltungstätigkeit zu modernisieren, zu automatisieren, zu beschleunigen und am Ende damit die Verwaltung zu verschlanken. Hier liegt ein Schlüssel zur perspektivischen Reduzierung der Personalkosten und damit zu einem großen Schritt Richtung Konsolidierung des Haushalts.

Da der kurzfristige direkte Einfluss des Bürgermeisters auf den Haushalt relativ begrenzt ist, wünsche ich mir, dass diejenigen, die etwas bewirken können, sich ihrer Verantwortung stellen und gemeinsam mit Verwaltung und Bürgermeister alles dafür tun, dass wir unserer Stadt die Haushaltssicherung ersparen, da das Gesicht Iserlohns danach ein anderes wäre.

Zum Abschluss eine letzte Frage Herr Joithe. Gab es für Sie im Amt des Bürgermeisters bisher ein besonders positives Erlebnis, welches Ihnen schon jetzt in Erinnerung bleiben wird?

Michael Joithe: Ich erhalte auf unterschiedlichen Kanälen sehr viel positives Feedback von Bürgerinnen und Bürgern. Bei negativen Kommentaren versuche ich destruktive von konstruktiven Reaktionen zu trennen und aus Letzteren zu lernen, sowie jeden Tag besser zu werden. Zusätzlich fühle ich mich in der Verwaltung sehr wohl. Die Zusammenarbeit im Team, so komplex sie im Einzelfall auch ist, macht sehr viel Spaß. Das ist etwas, was mich jeden Tag darin bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Ich bedanke mich für das offene und ehrliche Interview und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute.

Wie bereits vor der Bürgermeisterwahl 2020 stellte sich Michael Joithe den Fragen von Unser-Iserlohn.de.

Das Interview führte Christian Wisniewski | Initiator des während der Corona Krise entstandenen Digitalen Stadtportals | Unser-Ierlohn.de

Für Anfragen oder Rückfragen erreichen Sie uns einfach per 
E-Mail: info@unser-iserlohn.de 

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