Kangaroos-Express überrollt LOK Bernau – Iserlohn Kangaroos

Kangaroos-Express überrollt LOK Bernau – Iserlohn Kangaroos

Bei LOK Bernau haben die Iserlohn Kangaroos den zweiten Auswärtssieg in Folge eingefahren. Eine überragende erste Halbzeit ebnete den Weg zum deutlichen 90:67 (30:16, 20:10, 22:22, 18:19)-Erfolg in der bis dato uneingenommenen Bernauer LOK-Hölle. 

Spiele in Bernau sind immer unangenehm. Das wussten die Kangaroos schon im Vorfeld der Partie. Die lange Anfahrt am Spieltag, ein junges, hungriges und in der heimischen Erich-Wünsch-Halle bislang ungeschlagenes Farmteam. Sind wir ehrlich: Es gibt entspanntere Ausgangspositionen.

All diesen Vorzeichen trotzten die Kangaroos jedoch. Die ersten Punkte von Toni Prostran (2:0, 1.), beantwortete Till Isemann zum Ausgleich. Und ließ direkt im Anschluss einen Korbleger zur 4:2-Führung der Hausherren folgen. Als Isemann es dann per Dunking zum 6:4 krachen ließ, schien das Momentum auf Seiten der Hausherren zu liegen. Aber: Fehlanzeige. Moritz Hübner per Dreier und der überragende Alexander Möller gaben die Initialzündung für das Spiel der Kangaroos (11:6, 4.). Für Bernau war der Korb aus der Distanz wie vernagelt. Und die Gäste aus Iserlohn attackierten immer wieder geschickt das Brett.

Die Folge: Nach den ersten zehn Minuten führten die Waldstädter bereits deutlich mit 30:16. Defensive Konsequenz und offensive Zielstrebigkeit ebneten den Weg zur klaren Führung. Und dabei blieb es auch nach der ersten Viertelpause. Moritz Hübner schraubte die Führung mit einem Poster-Dunk aus dem Stand zum ersten Mal auf über 20 Zähler (43:22, 16.). Bernau versuchte zwar mit verschiedenen Mitteln, die Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Am Ende war die Lok aber machtlos gegen den Kangaroos-Express. 

Mit 24 Punkten Vorsprung verabschiedeten sich die Iserlohner in die Halbzeitpause. Und waren schnell wieder zum Warmup für die zweite Halbzeit zurück in der Halle. Intensiv muss hingegen die Bernauer Halbzeitansprache von Coach René Schilling gewesen sein. Denn zu Beginn der zweiten Halbzeit war Bernau deutlich entschlossener, kämpfte. Und konnte den Rückstand kurzfristig eindampfen. Ein 9:2-Lauf der Hausherren (37:54, 23.) sorgte für ein wenig Hoffnung bei den Brandenburgern. Doch mit jeder weiteren Minute fingen sich die Kangaroos wieder, sodass sich im dritten Viertel ein offener Schlagabtausch entwickelte. Die Führung der Kangaroos blieb konstant.

Auf Augenhöhe war schließlich auch das vierte Viertel, in dem Co-Trainer Dennis Shirvan allen Spielern Einsatzzeiten gönnte. Jonas Buss erzielte per Korbleger die höchste Kangaroos-Führung der Partie (85:55, 36.). In den finalen Minuten des Spiels gelang Bernau noch ein wenig Ergebniskosmetik, sodass die Kangaroos „nur“ einen Sieg mit 23 Zählern Differenz einfahren konnten. Im Livestream zur Partie hieß es, dass sich keiner der beiden sehr guten Kommentatoren an eine Niederlage in dieser Größenordnung erinnern könne. 

Entsprechend gut gelaunt konnten die Kangaroos den Heimweg aus Brandenburg antreten. Und die Jungs brennen schon jetzt auf den nächsten Einsatz – am kommenden Samstag in der Matthias-Grothe-Halle gegen den ETV Hamburg. Link zum LIVESTREAM hier.

Dennis Shirvan, Co-Trainer Iserlohn Kangaroos: „Bernau ist eine extrem gefährliche, unangenehme Truppe. Deshalb war uns klar, dass wir von Beginn an den Ton angeben müssen. Die Jungs waren von Anfang an ready – und haben das auch aufs Feld gebracht. Wir haben den Korb attackiert, haben bis zum Ende durchgezogen. Der Auftakt ins dritte Viertel war ein bisschen kribbelig, aber wir haben uns zum Glück gefangen und dann souverän weiter unser Spiel gespielt. Insgesamt war es unsere bislang beste Defense-Leistung der Saison – und offensiv haben wir stark gefinished.“

TEAMS & PUNKTE

LOK Bernau: Liam Daniel Carpenter (10/1 Dreier), Abdulah Kameric (11/1), Evans Rapieque (3), Elias Rödl, Enric Garrido Foz (2), Nolan Adekunle (8/2), Konstantin Kovalev (2), Friedrich Feldrappe (5/1), Erik Penteke, Hendrik Warner (6), Till Isemann (16), Dan Oppland 4).

Iserlohn Kangaroos: Faton Jetullahi (5/1 Dreier), Joshua Dahmen (8/1), Emanuel Francisco, Toni Prostran (12/1, 12 Assists), Moritz Hübner (15/1, 7 Rebounds, 4 Assists), Tanner Graham (15/3, 8 Rebounds), Alexander Möller (27, 12/13 FG), Jonas Buss (8), Benjamin Dizdar, Ruben Dahmen, Elias Marei, Moritz Schneider.

Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos 

 

Quelle: Iserlohn Kangeroos