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Kangaroos-Trio bei Lehrgängen ihrer Nationalmannschaften – Iserlohn Kangaroos

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In der Saison 2021/22 stehen drei (!) Nationalspieler im Kader der Iserlohn Kangaroos. Emil Loch (U 21 3×3, DBB), Elias Marei (Palästina) und Tidjan Keita (Guinea) sind aktuell für Lehrgänge mit ihren Teams freigestellt. Brennen gleichwohl aber auf die neue Spielzeit der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mit den Waldstädtern.

Zum Trainingsauftakt am vergangenen Montag war nur Neuzugang Emil Loch vor Ort. Sowohl Elias Marei als auch Tidjan Keita waren schon vor dem offiziellen Start der Kangaroos-Vorbereitung bei ihren jeweiligen Nationalteams. „Ich freue mich, für das Vaterland meiner Eltern und Vorfahren zu spielen. Es ist für mich eine sehr gute Gelegenheit, mich auch auf internationalem Niveau zu beweisen“, sagt Keita, der den Spitznamen „Frenchfreak“ trägt. Verpasst wurde ihm dieser Spitzname, weil seine Art zu spielen und seine physische Konstitution, an das Spiel und den Körper des jungen „Greekfreak“ Giannis Antetokounmpo erinnern. Das heißt: ausgeprägte Athletik, lange Arme – und keine Angst beim Zug zum Korb.

Seit Ende Juni ist Elias Marei auf Heimaturlaub. Er besucht seinen Vater und seine Schwester, die in Palästina leben. Schon seit drei Jahren steht er mit den Verantwortlichen in Kontakt. Seit er in Deutschland auf höherem Niveau spielt, haben die Palästinenser ein Auge auf den jungen Forward geworfen. „Ich fühle mich sehr geehrt und sehr wohl im Kreise der Nationalmannschaft. Alle, die hier sind, sind supernett zu mir. Und es ist mir eine Freude, für mein Heimatland spielen zu dürfen“, erklärt der 19-Jährige.

Über 50 Spieler haben am Tryout für die Nationalmannschaft teilgenommen – Elias hat es ins Team geschafft. „Der Coach war sehr zufrieden und wollte mich direkt dabei haben“, erzählt er schüchtern. Und ergänzt: „Ich bin unglaublich glücklich, dass ich in meinem Alter die Chance bekomme, für Palästina zu spielen.“ Palästina gehört innerhalb der FIBA zu Westasien. Die Westasiaten kämpfen unter anderem mit Ozeanien (bspw. Australien und Neuseeland) um Tickets für große Turniere.

Drei Mal am Tag trainiert Elias Marei aktuell. Nach dem morgendlichen, knapp zweistündigen Krafttraining stehen zwei weitere, intensive Einheiten mit Ball auf dem Programm. Vom 9. Bis 18. August fliegen Marei und die Palästinenser für ein Trainingslager in die Türkei. Von dort geht es dann nahtlos weiter nach Saudi-Arabien, wo Spiele gegen Indien und Saudi-Arabien auf dem Programm stehen. Auf dem Spiel steht nicht weniger als die Qualifikation für den FIBA-Asia-Cup. „Es ist eine tolle Erfahrung für mich. Trotzdem freue ich mich darauf, auch bei und mit den Kangaroos wieder Gas geben zu können“, sagt der 19-Jährige.

Seit Dienstag ist Emil Loch mit der 3×3-U21-Nationalmannschaft für einen Lehrgang im französischen Voiron. Aber nicht nur der Lehrgang steht für den 19-Jährigen im Südosten Frankreichs auf dem Programm, sondern auch sein Nationalmannschaftsdebüt. „Ja, ich war auch in der Jugend schon bei Lehrgängen. Aber jetzt werde ich das erste Mal im DBB-Trikot gegen internationale Konkurrenz spielen“, sagt der Neuzugang der Kangaroos, der im Sommer von Phoenix Hagen nach Iserlohn wechselte.

Auf die internationale Konkurrenz trifft er im Rahmen der U21-Nations League. Am Freitag trifft er mit seinem Team auf Tschechien und die Mongolei. Anschließend werden die Gruppen neu gemischt. „Man hat hier quasi jeden Tag ein neues Turnier, das finde ich superspannend“, so Loch. Unter der Leitung von Coach Emre Atsür stand in den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten vor allem die Defense im Fokus. „Beim 3×3 ist es noch wichtiger, dass die Kommunikation funktioniert“, erklärt der junge Forward. Denn anders als beim Fünf gegen Fünf gibt es beim 3×3 keine echte Helpside in der Defense. „Das ist ziemlich tough, aber ich bin davon überzeugt, dass mir die Erfahrungen, die ich im 3×3 sammeln kann, auch im Spiel Fünf gegen Fünf helfen werden“, sagt er.

Und Loch ergänzt: „Die Chance, hier beim 3×3 für die Nationalmannschaft am Start zu sein, finde ich megacool. Das Spiel ist sehr, sehr kompakt. Jeder berührt den Ball, muss sich sehr viel bewegen und gut kommunizieren, um erfolgreich zu sein.“

Für die Iserlohn Kangaroos ist es ein Novum, gleich drei Nationalspieler im Kader zu haben. „Das gab es in der Form noch nie“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen. „Wir freuen uns natürlich für alle drei Jungs, die hoffentlich auch erfolgreich spielen werden. Es macht die Vorbereitung natürlich ein wenig komplizierter, aber das ist halt so, wenn man junge, talentierte Spieler mit Perspektive verpflichtet. Mit dieser Situation können und müssen wir leben und werden es entsprechend gut umsetzen.“ Headcoach Dennis Shirvan sagt zudem, dass es eine interessante Konstellation ist, die sich ergeben hat: „Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir die Jungs halt entsprechend abstellen müssen. Aber ernsthaft: Ich freue mich für die Jungs, das ist eine tolle Möglichkeit für sie, Erfahrung zu sammeln und davon werden am Ende auch wir als Kangaroos profitieren.“

Foto: Tanja Spindler (Keita), Grvbe (Marei), Hobby Foto Köster (Loch)
Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos

 

Quelle: Iserlohn Kangeroos

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