Life Sport und die unsportliche Auszeit

Von der Corona Auszeit hin zu ersten Lockerungen. Wir wollten wissen, wie die Iserlohner Händler damit umgehen und sprachen vor Ort mit dem Besitzer von Life Sport Iserlohn. 

Hallo Herr Hellhake und schön, dass Sie kurz Zeit für Unser-Iserlohn.de haben.
Eigentlich wollten Sie ihr 30-jähriges Bestehen mit ihren Kunden feiern und dann kam die Corona-Krise. Wie haben Sie den Tag der Anordnung zur Schließung erlebt und was ging in Ihnen vor?

Volker Hellhake: Erst einmal eine große Verunsicherung, weil in der ersten Verordnung nicht klar ersichtlich war, welche Geschäfte schließen mussten und welche offen gehalten werden konnten. Als Nächstes habe ich mir ausgemalt, was durch die Geschäftsschließung auf mich zukommen wird und wie ich damit umgehen muss. Da wir so eine Situation auch in 30 Jahren noch nicht erlebt haben, war das nicht einfach zu kalkulieren.

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Absolut verständlich. Wie ging es dann bei Life Sport weiter?
Volker Hellhake: Als Erstes habe ich versucht, alle Informationen über Kurzarbeitergeld, Soforthilfen und Überbrückungskredite zu erhalten. Als Nächstes war mir schnell klar, dass ich auch während der Geschäftsschließung meine Kunden weiterhin erreichen muss. Durch Intensivierung der Kundenansprache über Instagram und Facebook habe ich den Kunden die Möglichkeit gegeben, auch weiterhin über diese Medien eine Beratung über sein gewünschtes Produkt zu erhalten.

Sie sind als einer der ersten auf Unser-Iserlohn.de gelistet.
Wie kam es eigentlich dazu und welche Erfahrung konnten Sie bisher sammeln?

Volker Hellhake: Über die Werbegemeinschaft Iserlohn habe ich die Information über diese Plattform erhalten. Somit hatte ich die Möglichkeit, eben neben den sozialen Medien, hier auch unseren zur Coroan-Zeit eingeführten Lieferservice im breiten Internet zu präsentieren. Es ist ja längst nicht jeder in den Netzwerken vertreten und das zahlte sich aus. Bis jetzt konnte ich sehr positive Erfahrungen sammeln, da ich über diese Seite noch zusätzliche Kunden erreichen konnte.

Auch unser Lieferservice wurde von unseren Kunden sehr gut angenommen, so dass auch ein wenig der persönliche Kundenkontakt aufrecht erhalten werden konnte. Letztlich haben wir gesehen, dass eine solche Plattform geschaffen werden musste, um die lokalen Anbieter zu unterstützen. Außerdem glaube ich, dass auch über Corona hinaus diese als Informationsplattform für gesamt Iserlohn mit Unterstützung der Werbegemeinschaften und Stadt Iserlohn bestehen kann.

Nun gibt es ja die ersten Lockerungen für den Einzelhandel. Wie schaut Ihr mittelfristiger Plan für Life Sport Iserlohn nach bzw. mit Corona aus?
Volker Hellhake: Kurzfristig muss ich erst mal den Warenfluss sicherstellen. Mittelfristig muss ich dann die Kostenstruktur und mein Sortiment an die neue Marktsituation nach Öffnung der Läden der anpassen. Wichtig ist aber vor allem die persönliche Beratung und Kundenansprache. Ob es nun der passende Laufschuh ist, die richtige Bekleidung oder der Tennisschläger der bespannt werden muss.

Diese individuelle persönliche Beratung, um Kundenwünsche zur Zufriedenheit zu erfüllen, genau das ist es, was unsere Tätigkeit als Einzelhändler vor Ort und meine Berufung so interessant macht. Unsere langjährige Erfahrung kann durch ein Onlineshop nicht ersetzt werden, aber in der Breite unterstützen. Wir werden demnach auch in Zukunft unsere Onlineauftritte mit Neuerungen pflegen, aber bieten eben diesen fachkundigen persönlichen Service an. Von daher bedanken wir uns bei allen Kunden für 30 Jahre Treue und hoffen auf eine baldige alltägliche Zukunft!

Das war ein schönes Schlusswort und ich  wünschen Ihnen sowie Ihrem gesamten Team auch für die Zukunft weiterhin alles Gute.

Das Interview führte Christian Wisniewski mit Volker Hellhake von Life Sport in Iserlohn. Seit über 30 Jahren der Ansprechpartner für Sportartikel auf der Unnaer Str. 21 in Iserlohn.