Mannheim eine Nummer zu groß

Mannheim eine Nummer zu groß

Iserlohn – Im dritten und voraussichtlich letzten Test vor dem Start der PENNY DEL-Saison kassierten die Iserlohn Roosters ihre zweite Niederlage. Ersatzgeschwächt unterlagen die Sauerländer den Mannheimer Adlern am Ende verdient mit 1:5.

Zu Beginn diktierten die Gäste in den ersten Minuten das Spielgeschehen. Schnell zeigte sich, dass sich die Adler schon wesentlich länger in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit befinden. Zudem fehlten in der Abwehr mit Raymond, Riefers und Baxmann drei erfahrene Verteidiger, so dass die Power der Mannheimer die jungen Spieler ein wenig überrollte. Ben Smith aus kurzer Distanz und David Wolf mit einem Bauertrick brachten die Adler schon nach fünf Minuten mit zwei Treffern in Front. Langsam erholten sich die Hausherren aber von der ersten Angriffswelle der Gäste und kamen selbst besser ins Spiel. Lautenschlager und Orendorz scheiterten aber an Brückmann. Die Partie wurde ausgeglichener, wobei es im Abschluss der Roosters ein wenig an Genauigkeit fehlte – einen Treffer hätten sich die Sauerländer durchaus verdient gehabt. So aber blieb es nach 20 Minuten beim 0:2.

Iserlohn kam gut in den Mittelabschnitt. In Überzahl verzog Sutter freistehend den Puck über das Adler-Gehäuse. Ohne Marko Friedrich, der in der Pause als Vorsichtsmaßnahme aufgrund von muskulären Problemen in der Kabine blieb, versuchte das Team von Trainer Jason O’Leary mehr die Initiative zu übernehmen und gleichzeitig für eine bessere Struktur in der Defensive zu sorgen. Das gelang auch zunächst, doch in doppelter Unterzahl hämmerte Plachta die Scheibe zum 3:0 für Mannheim in den Winkel. Der Druck der Gäste erhöhte sich jetzt wieder und die Roosters bekamen in einigen Situationen Probleme, sich zu befreien. Neun Sekunden vor dem Ende des 2. Drittels tauchte Krämmer plötzlich frei vor dem Iserlohner Tor auf und erhöhte zum 4:0 für die Adler.

Für den letzten Durchgang hatten sich die Roosters noch Einiges vorgenommen. Zumindest einen Treffer wollten die Sauerländer gegen die Adler erzielen. Der gelang dann auch Brody Sutter in Überzahl, fünf Sekunden nachdem Sutter selbst das erste Bully des Powerplays gewonnen und Aubin zunächst verzogen hatte. Fünf Minuten vor dem Ende nutzte dann aber noch einmal Mark Katic den Freiraum in der Roosters-Verteidigung. Sein Handgelenkschuss landete rechts oben im Winkel zum Endstand von 1:5 aus Sicht der Iserlohner. Für Trainer Jason O’Leary und seine Schützlinge gibt es bis zum Saisonstart in eineinhalb Wochen nach einem intensiven Wochenende mit zwei Testspielen noch einiges zu tun.

 

Roosters: Schwendener (29:18 Jenike) – Buschmann, O´Connor; Schmitz, Ankert; Orendorz, Elten –Friedrich, Raedeke, Aubin; Whitney, Jentzsch, Grenier; Lautenschlager, Sutter, Bailey; Proske, Weidner, Fleischer

Adler: Brückmann – Reul, Krupp; Larkin, Katic; Lampl, Lehtivuori; Billins – Huhtala, Smith, Krämmer; Ribarik, Eisenschmid, Shinnimin; Plachta, Bast, Wolf; Thiel, Michaelis, Bergmann

Tore: 0:1 (04:09) Smith (Huhtala, Larkin), 0:2 (05:00) Wolf (Plachta), 0:3 (14:15) Plachta (5-3/ Lehtivuori, Smith), 0:4 (39:51) Krämmer (Bast, Michaelis), 1:4 (51:27) Sutter (5-4/ Lautenschlager), 1:5 (54:31) Katic (Michaelis, Thiel)

Schiedsrichter: Rantala/Kopitz

Strafen:  Roosters 6 – Adler 4

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters