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Michael Dahmen feiert seinen 60. Geburtstag – Iserlohn Kangaroos

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Es war eine Entscheidung von Tragweite, als sich Michael Dahmen in den 1970er Jahren entschloss nicht mehr als Kreisläufer beim Handball-Nachwuchs des VfK Iserlohn „blaue Flecken zu sammeln“, sondern sich ganz auf Basketball beim TuS Iserlohn zu fokussieren. „Da war ich Aufbauspieler und hatte alles unter Kontrolle“, erinnert er sich noch ziemlich genau. Am heutigen Freitag wird er 60 Jahre alt, und an der Schaltstelle bei den Kangaroos befindet er sich immer noch.

Wenn man ihn fragt, ob er denn nun mehr Manager oder Geschäftsführer sei, sagte er: „Zuerst Geschäftsführer, der Manager läuft so nebenbei.“ Unter dem Strich bedeutet diese Ballung zweier wesentlicher Aufgaben bei einer Person aber die Garantie für viel Arbeit. Da Michael Dahmen auch im wahren Leben als Prokurist bei der Firma Beutler Verpackungssysteme ebenfalls viel Verantwortung trägt, kommen dabei häufig Tage heraus, an denen er zwölf bis 16 Stunden arbeitet.

„Das hatte ich mir vor allen bei den Kangaroos mit 60 Jahren anders vorgestellt. Eigentlich wollte ich nur noch strategisch tätig sein“, räumt er ein, sagt aber auch: „Was ich mache, mache ich aus der Leidenschaft heraus. In der langen Zeit in diesem Verein habe ich viele Menschen getroffen und alle bereichern einen in irgendeinem Bereich. Es macht mich stolz zu sehen, wer schon alles bei uns war“, macht er deutlich.

Dass er letztlich Basketballer wurde, hat er Rolf Sommer, seinem Sportlehrer am Märkischen Gymnasium zu verdanken. Schon im fünften Schuljahr gehörte er zur Schulmannschaft, die eines Tages gegen ein Jugendteam der TuS-Korbjäger antrat. Mit dabei war die damalige Iserlohner Basketball-Ikone Jürgen Reinecke, der Michael Dahmen und dessen Teamkollegen Michael Frick und Uli Sonnabend zum Vereinstraining einlud.

Dahmen schaffte es bis in die erste Mannschaft und war als Spieler noch dabei, als sich der TuS zur Marke „Kangaroos“ entwickelte und eine ganze Reihe von auswärtigen Akteuren in der Waldstadt versammelte. Cunnie Williams, Frank „Zappa“ Schachtsiek, Michael Kwast und viele andere sorgten unter der Regie von Trainer Klaus Preller für den Aufstieg bis in die 1. Regionalliga.

Aufbauspieler war Michael Dahmen da immer noch, doch die Chefrolle hatte er nicht mehr in der Hand, und für den Aufwand, den er trieb, schien ihm der Ertrag zu gering, so dass er sich in die zweite Mannschaft zurückzog. „Dieser Abstieg in den Mannschaften ging dann immer weiter, bis ich 2008 als Aktiver ganz aufgehört habe“, berichtet er mit einem Lächeln.

In die andere Richtung ging es privat. Als Trainer der Damen-Mannschaft hatte er seine Frau Zlata kennengelernt. 1992 und 1994 kamen die beiden Söhne Joshua und Ruben zur Welt, was nach einer ersten Phase als Teammanager der ersten Mannschaft unter Trainer Ronald Feisel zu einer längeren Pause im administrativen Bereich führte. Erst zur Jahrtausendwende folgte Michael Dahmen der Bitte des damaligen Chefcoaches Paris Konstantinidis und stieg wieder als Manager ein.

Inzwischen waren die Anforderungen längst nicht mehr mit denen Anfang der 1990er Jahre zu vergleichen. Immer mehr wurde der Managerposten zum Fulltime-Job, den er bis heute ehrenamtlich und doch mit großer Professionalität erledigt. „Dieses Gen habe ich von meinem Vater Reinhard und meiner Mutter Eveline mitbekommen, die sich beide viele Jahre ehrenamtlich im Theaterverein engagiert haben“, sagt Michael Dahmen.

Dass er im Herzen Sportler geblieben ist, zeigt sein Wirken am Spielfeldrand, wo er stets in der Nähe des Trainers zu finden ist. „Es ist einfach der Platz, von dem ich das Spiel in aller Ruhe anschauen kann“, stellt er klar. Einmal, in der Serie 2009/2010 war er sogar als Chefcoach aktiv. Doch auch als er zehn der letzten elf Saisonspiele gewann, war das für ihn keine Option, in diesem Bereich weiterzumachen. Stattdessen verpflichtete er mit Matthias Grothe einen Trainer-Rookie, der die bislang erfolgreichste Phase bei den Kangaroos einleitete.

Herausforderungen gab es für Michael Dahmen genügend. Die Kangaroos kehrten in die zweite Liga zurück und das Umfeld wurde immer professioneller. Dass ihn heute seine Frau Zlata im administrativen Bereich unterstützt und die beiden Söhne tragende Säulen in der ersten Mannschaft sind, sorgte wohl auch dafür, dass die viele Arbeit nicht zur Last wird. Kürzer treten möchte er perspektivisch aber in jedem Fall. „Wir wollen versuchen, zusätzliche Mittel zu akquirieren, um einen bezahlten Manager einzustellen“, sagt Michael Dahmen, und es klingt schon beinahe so wie ein Geburtstagswunsch.

„Die langen Tage merkt man in meinem Alter schon“, gibt er dann auch zu. Wenig später schwärmt er aber schon wieder von den Qualitäten der aktuellen Mannschaft. „Das ist eine Plattform für junge Spieler. Ich glaube an das Team und an unseren jungen Trainer Dennis Shirvan“, macht er deutlich.

Und schon klingt die Leidenschaft wieder heraus, die Michael Dahmen seit Jahren antreibt. Er brennt für die Kangaroos und hat diesen Funken auch bei seiner Familie entzündet. An einen wirklichen Rückzug dürfte da vorerst nicht zu denken sein.

Herzlichen Glückwunsch unserem Basketballfreund Michael zu seinem runden Geburtstag. 

Text: Markus Wassmuth

Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos 

Quelle: Iserlohn Kangeroos

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