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Nuancen entscheiden: 2:3 n.V. gegen Bremerhaven

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Iserlohn – Es war eine packende Partie, in der am Ende Nuancen den Ausschlag gegen die Iserlohn Roosters gaben. Das Team vom Seilersee zeigte gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven eine deutlich verbesserte Leistung und verlor am Ende unglücklich nach Verlängerung mit 2:3.

Ohne die angeschlagenen Grenier und Erik Buschmann, dafür mit Nils Elten starteten die Sauerländer in das Spiel gegen den Tabellenführer der Nordgruppe in der PENNY DEL und brauchten einige Minuten bis sie im Match ankamen. Weil Raymond auch noch früh im Match eine Strafe kassierte und Dietz von der blauen Linie traf, lagen die Sauerländer nach knapp sieben Minuten 0:1 hinten. Nach dem Gegentor aber waren die Blau-Weißen deutlich besser unterwegs, vor allem ´Fünf-gegen-Fünf` übernahm man das Kommando, ließ Bremerhaven selten zur Entfaltung kommen. Chancen von Johnston, Bailey und Aubin fanden zwar noch nicht den Weg ins Tor, zeigten aber, dass die Iserlohner im Spiel waren. Jubeln durften die Gastgeber dann in der 11. Spielminute, als Bailey Maxwell im Tor der Pinguins die Sicht nahm und Orendorz einen herausragenden Schlagschuss unter die Latte hämmerte, Nils Elten sicherte sich bei diesem Treffer seinen ersten DEL-Assist. Auch im anschließenden Powerplay präsentierten sich die Roosters stark, bevor die Fischtown Pinguins in den letzten Minuten des Auftaktdrittels noch die ein oder andere gute Idee im Iserlohner Drittel hatten, Tore fielen in einer DEL-Partie der besseren Sorte aber nicht mehr.

Dank eines Whitney-Steals in der eigenen Zone, der Dietz die Scheibe wegschnappte, einem noch schnelleren Umschalten es flinken Stürmers und einem satten Schuss ins lange Eck sicherten sich die Blau-Weißen ganz früh im Mitteldrittel die erste Führung (21. Minute). Zwar war ihnen mehr als dieser eine Treffer nicht vergönnt, insgesamt aber spielte das Team das beste Drittel seit langer Zeit. Defensiv gut organisiert, durchkreuzten die Sauerländer die Angriffszüge des Gegners, dessen slowenische Topformation an diesem Abend bis dato nicht stattfand. Auch die Iserlohner Special-Teams machten einen richtig guten Job, ließen in Unterzahl wenig Möglichkeiten zu, ließen mit einem Mann mehr die Scheibe gut laufen. In diesen aber auch in anderen Situationen blieb zwar der dritte Torjubel des O´Leary-Teams aus, Brandon Maxwell im Tor der Bremerhavener machte allerdings ebenfalls ein gutes Spiel, genauso wie mittlerweile Iserlohns Schwendener, der nach nervösem Beginn die Ruhe ausstrahlte, die man sich von einem Schlussman seines Formats wünschen darf.

Trafen im Mitteldrittel früh die Roosters, waren es im Schlussabschnitt die Fischtown Pinguins, die mit der vierten Reihen auf dem Eis, die Scheibe per Schuss vor das Iserlohner Tor brachten, der Puck frei spielbar war und von der Defensive nicht aus der Gefahrenzone gebracht werden konnte. Hilbrich behält den Überblick und bringt den Puck über die Linie. Zu recht sorgt der Videobeweis nicht für die Aberkennung des Treffers – 2:2 (43.). Auch im weiteren Verlauf blieb das Match gutklassig und temporeich, hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten, wenn auch wenig Hundertprozentiges dabei war. Siebeneinhalb Minuten vor dem Ende kassieren die Pinguins eine weitere Hinausstellung wegen Spielens mit sechs Feldspielern, auch diesmal bleibt das Powerplay der Sauerländer einen Hauch zu ungefährlich – im Penalty-Killing machten beide Mannschaften einen hervorragenden Job. 4:21 Minuten vor dem Ende kommt auch Bremerhaven noch einmal in Überzahl aufs Eis, Ankerts Spielverzögerung war der Grund. Doch auch diese Hinausstellung bleibt ohne Gegentreffer. 47,6 Sekunden vor dem Ende Beinstellen von Jeglic gegen Jentzsch, die Roosters im Powerplay, aber auch ihnen gelingt in der regulären Spielzeit kein Treffer mehr, trotzdem ist ihnen ein hochverdienter Punkt gegen den Tabellenführer sicher.

Weil die Iserlohner 73 Sekunden Überzahl hatten, war die Chance zum Sieg da, verstrich aber erneut ungenutzt. Fischtown dagegen war einmal mehr im Glück. 2:40 Minuten verstolpert Urbas eigentlich eine Scheibe im Iserlohner Drittel, die Wahl vor die Füße fällt, der abzieht und die über die linke Schulter von Schwendener genau die richtige Stelle trifft und so ins Tor der Sauerländer einschlägt. Mit viel Pech kassieren die Roosters also ihre nächste Niederlage, allerdings nach einem deutlich verbesserten Spiel.

 

Die Statistik:

 

Roosters: Schwendener – Ankert, Baxmann; Johnston, Raymond; Riefers, Orendorz, Elten – Sutter, Aubin, Lowry; Jentzsch, Bailey, Whitney; Raedeke, Fleischer, Friedrich; Weidner, Proske, Lautenschlager

 

Pinguins: Maxwell – Alber, Dietz; Eminger, Moore; Fortunus, Kroogsgaard; Stowasser – Jeglic, Verlic, Urbas; Quirk, McGinn, Wahl; McMillan, Sykora, Uher; Reisnecker, Gläser, Hilbrich

 

Schiedsrichter: Rohatsch, Schadewaldt

 

Tore: 0:1 (06:47) Dietz (Jeglic, Urbas/5:4), 1:1 (10:38) Orendorz (Jentzsch, Elten), 2:1 (20:58) Whitney, 2:2 (42:19) Hilbrich (Stowasser, Reisnecker), 2:3 (62:20) Wahl (Urbas/4:4)

 

Strafen: Roosters 10 – Pinguins 10

 

Zuschauer: ca. 500 Papp-Fans

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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