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Foucault avanciert im Penaltyschießen zum Matchwinner

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Die Serie ist endlich geknackt. Die Roosters konnten zum ersten Mal in dieser Saison einen zweiten Sieg in Folge feiern. Mit 2:1 besiegten die Iserlohner nach einem harten Kampf im Penaltyschießen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven.

Die schönste Nachricht gab es für das Roostersteam schon vor der Begegnung. Verteidiger Simon Sezemsky ist am Freitag Vater eines gesunden Sohnes geworden und somit ab der kommenden Woche wieder einsatzbereit. Von Beginn an zeigten sich beide Kontrahenten äußerst fokussiert und giftig in den Zweikämpfen. Die ersten Möglichkeiten auf Seiten der Sauerländer besaßen Schilkey, Ewanyk und Adam, die allesamt von Bremerhavens Schlussmann Brandon Maxwell vereitelt wurden. Im Angriff der Gäste wurde es zunächst dann gefährlich, wenn Stanislav Dietz von der blauen Linie direkt abzog oder der Schuss noch von Mauermann knapp am Tor vorbei abgefälscht wurde. Die beiden dicksten Chancen besaßen dann aber die Roosters in der 13. Minute. Zunächst bediente Foucault Adam, der aus kurzer Distanz aber an Maxwell scheiterte. Nur Sekunden später tauchte dann Foucault völlig freistehend vor dem Gästekeeper auf und scheiterte erneut. Zum Ende des Drittels gaben dann doch noch einmal die Pinguins Gas, so dass Torhüter Andy Jenike zweimal gegen Wahl und Uher sein Können unter Beweis stellen musste. Das Unentschieden nach dem ersten Drittel war somit leistungsgerecht.

Im Mittelabschnitt mussten die Roosters zunächst eine Unterzahl überstehen. Da Bremerhaven den Gastgebern aber den Gefallen tat, ebenfalls eine Strafe zu kassieren, konnten die Iserlohner nach überstandener Unterzahl erstmalig ihr Powerplay ausspielen – mit Erfolg. O’Connor passte quer auf Torjäger Kris Foucault und der hämmerte den Puck ins Netz zur Führung (24.). Die Gäste zeigten sich dadurch allerdings nicht beeindruckt. Wie aus dem Nichts schlenzte Jeglic bei einem Entlastungsangriff die Scheibe auf die Latte. Bremerhaven setzte sich nun phasenweise im Roostersdrittel fest. Nach einem Bully zog Mauermann von der blauen Line ab, Jenike konnte den Puck nicht festhalten, weil viel zu viel Verkehr vor seinem Kasten war – Alex Friesen schaltete am schnellsten und verwandelte den Abpraller zum 1:1-Ausgleich. Zwar hatten die Pinguins bis dahin etwas mehr Spielanteile, die größeren Chancen besaßen aber die Sauerländer. Erst scheiterte Alanov am starken Maxwell (35.) und nur wenig später reagierte der Schlussmann der Gäste erneut bei Bailey’s Direktabnahme exzellent (36.). Glück hatten die Pinguine zudem, als Whitney aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Somit ging es erneut mit einem Unentschieden in die letzte Pause.

Wer dachte, dass den Pinguins jetzt vielleicht die Luft ausgehen könnte, der sah sich getäuscht und wurde schon zu Drittelbeginn eines Besseren belehrt. Mitchell Wahl hatte gleich zweimal den Führungstreffer für die Gäste auf dem Schläger. Zunächst schlenzte der Stürmer aus spitzem Winkel die Scheibe am Kasten vorbei (44.), ehe er bei einem Konter an Jenike scheiterte (48.). Die beste Möglichkeit der Sauerländer besaß zu diesem Zeitpunkt Joe Whitney, als er in Überzahl aus kurzer Distanz scheiterte. Mehr Chancen besaßen in der Schlussphase jedoch die Bremerhavener, die in Person von Jeglic und Verlic aber ebenfalls vergaben. Wenige Sekunden vor dem Ende hätte Whitney alles entscheiden können, doch seinen Schuss konnte der inzwischen extrem heißgelaufene Maxwell so parieren, dass der Puck auf der Linie liegen blieb und in der Folge geklärt werden konnte.

Es ging also in die Verlängerung und dort überstanden die Roosters schadlos eine Unterzahl. Da auch Jentzsch und Urbas ihre Möglichkeiten zum Sieg vergaben, musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen.
In einem wahren Krimi trafen zunächst Urbas und Mauermann für Bremerhaven, sowie Whitney und Foucault für Iserlohn. Im insgesamt 16. Penalty war es dann erneut Kris Foucault der mit seinem Siegtreffer das Eisstadion am Seilersee in ein Tollhaus verwandelte.

Roosters: Jenike – Acolatse, Labrie; O’Connor, Ankert; Riefers, Buschmann; Rausch –Schilkey, Adam, Foucault; Jentzsch, Raedeke, Alanov; Ziegler, Ewanyk, Broda; Bailey, Cornel, Whitney

Pinguins: Maxwell – Alber, Dietz; Kreutzer, Moore; Eminger, Stowasser – Verlic, Jeglic, Urbas; McGinn, Vikingstad, Uher; Andersen, Friesen, Mauermann; Kinder, Wahl, Lutz

Tore: 1:0 (32:20) Foucault (5-4/ O’Connor, Bailey), 1:1 (32:59) Friesen (Andersen, Mauermann), 2:1 (65:00) Foucault (Penalty)

Schiedsrichter: Rohatsch/Schadewaldt

Strafen:  Roosters 10 – Pinguins 6

Zuschauer: 3.491

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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