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Roosters haben gegen die Eisbären das Nachsehen

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Iserlohn – Dank der besseren Special-Teams gewinnen die Eisbären Berlin ihr Auswärtsspiel am Iserlohner Seilersee mit 4:1, holen sich drei Punkte in einem Match, bei dem das Ergebnis nicht den Spielverlauf widerspiegelt. Dennoch müssen sich die Roosters ärgern. Die eigenen vergeben Chancen und zu viele Strafzeiten brachten sie in einem guten Ligaspiel um einen weiteren möglichen Erfolg.

Manchmal muss man sich verwundert die Augen reiben. Warum die Sauerländer nach den ersten zwanzig Hockeyminuten 0:1 hinten lagen, ist schwer zu erklären. Eigentlich waren die Gastgeber das bessere Team am Seilersee, hatten klar die besseren Möglichkeiten im Spiel ´Fünf-gegen-Fünf`, den Unterschied machten aber die Special Teams. Vierte Spielminute, Berlin kommt mit ordentlich Tempo ins Drittel – zu schnell für die Roosters, die die erste Situation noch irgendwie klären können, dann aber ungeordnet sind: Boychuck trifft im Powerplay zur Berliner Führung. Dann haben die Roosters ihrerseits die Möglichkeit, in Überzahl zu treffen – über eine Minute lang sogar im Fünf gegen Drei, doch irgendwie fehlte immer der entscheidende Zentimeter, sodass die Scheibe entweder versprang oder der (eis-)bärenstarke Niederberger im Berliner Kasten halten konnte. Auch anschließend zeigen die Sauerländer ein gutes Spiel, haben mit Sutter im Slot eine weitere herausragende Gelegenheit zum Ausgleich zu kommen. Leider gerät er zu sehr in Rückenlage, damit ist auch dieser geniale Moment dahin. Die Roosters laufen aber einem knappen Rückstand hinterher.

Gut bleibt das Spiel auch im Mitteldrittel. Die Iserlohner überstehen zwei Unterzahlmomente und haben Glück, dass Grenier nach einem Check gegen Kopf und Nacken, der ungeahndet bleibt, weiterspielen kann. Ihr eigenes Überzahlspiel nutzt das O´Leary-Team erneut nicht. Insgesamt hat Berlin einen Hauch mehr vom Spiel, anders als in den ersten zwanzig Minuten. Andy Jenike vereitelte das wenige Gute, was auch die Eisbären nach vorne werfen können. Die Gäste waren das Team mit mehr Spielanteilen, verbrachten zu viel Zeit in der eigenen Defensivzone. Insgesamt egalisierten sich beide Teams aufgrund der harten Arbeit, die beide aufs Eis brachten.

Der Schlussabschnitt: Erst sitzen die Roosters eine Strafe ab, dann die Eisbären. Erneut haben die Iserlohner zwei Spieler mehr auf dem Eis, weil erst White und dann Wissmann vom Eis gestellt werden. Die Spannung greifbar. Grenier & Co. lassen die Scheibe gut laufen, suchen den Abschluss. Niederberger vereitelt zwei Großchancen, bis Whitney zuschlägt. Nach schöner Kombination bekommt der Stürmer die Scheibe, hat Probleme mit der Annahme, bringt sie aber aufs gegnerische Tor, wo Niederberger vom eigenen Mann gestört zusehen muss, wie der Puck zum 1:1 über die Linie trudelt. Im Anschluss machen die Hausherren ordentlich Druck, scheitern aber erneut am entscheidenden Zentimeter oder eben Niederberger. Eine erneute Hinausstellung bringt die Roosters auf die Verliererstraße: Dieses Mal trifft Hördler von der blauen Linie. Weil die Gastgeber anschließend nicht geduldig auf ihre Chance warten zurück ins Match und zum Ausgleich zu kommen, verlieren sie in der 56. Spielminute die Scheibe, Fiore startet den Konter und sorgt für das Berliner 3:1. 2:33 Minuten vor dem Ende nimmt O´Leary Torhüter Jenike zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – Pföderl trifft ins leere Tor. Eine Niederlage, die letztlich zu hoch ausfiel, aufgrund der Tatsache, dass die Hausherren insgesamt nicht ihren besten Tag erwischten, aber in Ordnung.

 

Roosters: Jenike – Ankert, Baxmann; Johnston, Raymond; Riefers, Orendorz; Buschmann – Sutter, Fleischer, Lowry; Jentzsch, Bailey, Whitney; Grenier, Aubin, Lautenschlager; Raedeke, Proske, Friedrich

 

Eisbären: Niederberger – Ramage, Müller; Wissmann, Hördler; McKiernan, Mik; Espeland – Reichel, Pföderl, Noebels; Zengerle, Foucault, Tuomie; Boychuk, Fiore, White; Streu, Labrie, Dietz

 

Schiedsrichter: Hoppe, Rohatsch

 

Tore: 0:1 (03:14) Boychuck (Noebels, Hördler/5:4), 1:1 (44:26) Whitney (Bailey, Grenier/5:3), 1:2 (53:51) Hördler (Noebels, Pföderl/5:4), 1:3 (55:56) Fiore (White), 1:4 (58:01) Pföderl (Boychuk)

 

Strafen: Roosters 12 – Eisbären 12

 

Zuschauer: 553 Papp-Fans

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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