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Iserlohn Roosters – Last-Second-Ausgleich |

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Iserlohn – Am Ende hieß es 27:49. Der Blick auf die Schussbilanz offenbart, dass die Gäste am Seilersee die bessere Mannschaft waren und die Roosters, nie wirklich im Match waren, dank einer grandiosen Teamleistung dennoch einen ganz wichtigen Punkt gegen ein Topteam der Liga holen konnten. Einmal mehr nahmen die Sauerländer zu viele Strafminuten, in Anbetracht von drei Gegentreffern bei Ingolstädter Powerplay, ein sicherlich spielentscheidender Fakt.

So viel vorneweg: Das erste Drittel bot alles, Spannung, Schnelligkeit, Härte. Es war ein spannendes Match, in dem Andy Jenike seine Mannschaft im Spiel hielt. Seine Saves, gerade in den ersten Minuten, unglaublich. Ingolstadt, angereist nach einem 1:4 in Straubing, war das bessere Team, kam aber nicht am Iserlohner Goalie vorbei. Zwar konnten die Sauerländer durch Ziegler in Führung gehen, der nach einem Schuss von Schilkey die frei neben Ingolstadts Torhüter Reich liegende Scheibe über die Linie bringen konnte (4.). Für den Neuzugang war es bereits sein dritter Saisontreffer. Anschließend spielten auch weiterhin maßgeblich die Panther, zauberten aber auch die Roosters Traumkombinationen in die gegnerische Angriffszone. Für das 2:0 brauchte es allerdings eine Iserlohner Unterzahl, einen Scheibenverlust der Panther und einen ganz schnellen Konter von Ewanyk und Cornel, der die Scheibe dann schlussendlich über die Linie brachte (16.). Leider zappelte nur 29 Sekunden später die Scheibe erneut im Iserlohner Tor. Bourque überwand Jenike, genauso, wie in der nächsten Iserlohner Unterzahl DeFazio nachlegte. Dass Jenike, der zuvor 18 von 20 Schüssen gehalten hatte, sauer vom Eis ging, ist wenig verwunderlich. Gleichzeitig gilt: Erneut nahmen die Roosters zu viele Strafminuten und würden auch zu Beginn des Mittelabschnitts, der nächsten Unterzahl wegen, mit einem Mann weniger auf dem Eis stehen.

Und genau diesen Vorteil nutzten die Ingolstädter nur 39 Sekunden nach Wiederbeginn zum 3:2. Die Gäste hatten das Spiel gedreht, präsentierten sich ausgerechnet im Powerplay bärenstark und düpierten die Roosters, die in Ingolstadt gerade in Unterzahl so stark auf dem Eis unterwegs waren. Der Rest des Mittelabschnitts hatte nicht die Qualität des ersten Drittels. Weder die Blau-Weißen, noch die Gäste konnten dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Je länger allerdings die Partie dauerte, umso besser präsentierte sich das Tapper-Team auch ´Fünf-gegen-Fünf` auf dem Eis, hatte allerdings kein Scheibenglück. O´Connors Schuss, eine wegen Abseits abgepfiffene Konterchance von Adam oder ein Schilkey-Angriff hätten für den erneuten Ausgleich sorgen können. Ingolstadt hatte noch eine Druckphase zwei Minuten vor dem Ende, aber auch die überstanden die Roosters ohne weiteren Gegentreffer.

Das galt auch für den Beginn des Schlussdrittels. Die Partie mittlerweile ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Wichtig, dass die Roosters eine weitere Unterzahl absolut schadlos überstanden, und Jenike eine Aktion von Storm entschärfte, der nach einem Pass aus der eigenen Zone frei vor ihm aufgetaucht war (47.). Physisch wurde die Partie härter, die Schiedsrichter, oft nur bei den Roosters kleinlich, ließen die Situationen laufen. Knapp zehn Minuten vor dem Ende steigerten die Waldstädter ihre Intensität, wachte das Publikum auf. Cornel hat knapp neun Minuten vor dem Ende die beste Chance auf den Ausgleich, die Scheibe aber geht knapp am Panther-Tor vorbei. Sieben Minuten vor dem Ende kassiert Labrie eine weitere diskussionsfähige Zwei-Minuten-Strafe, der in Unterzahl bärenstarke Ewanyk fährt einen Konter, wird von den Beinen geholt. Ingolstadts Marshall geht auf die Strafbank, zu Recht aber gibt es keinen Penalty, da Ewanyk die Scheibe nach dem Foul noch bewusst spielte. Leider lassen die Sauerländer, nach Ablauf der eigenen Strafe auch die 50 Überzahlsekunden ungenutzt verstreichen. Endlich ist wieder Spannung drin im Spiel, die Panther haben die Entscheidung auf dem Schläger nutzen aber ihre Chance nicht. So ticken die Sekunden runter. Noch 30, noch 25, Andy Jenike ist zu diesem Zeitpunkt vom Eis, der sechste Feldspieler da. Und plötzlich ist die Scheibe drin. Baileys Schuss, unhaltbar für Reich, sorgt für den Ausgleich zum 3:3 – 21 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit. Die Roosters retten sich in die Verlängerung, leisten sich einen wenig getimten Wechsel und genau diesen Moment nutzen die Panther zur Entscheidung. 78 Sekunden waren in der Overtime gespielt, als sich die Gäste durch Feser den Zusatzpunkt holten.

Roosters: Jenike – O´Connor, Ankert; Riefers, Buschmann;  Acolatse, Labrie, Rausch – Cornel, Schilkey, Foucault – Raedeke, Ziegler, Alanov; Ewanyk, Jentzsch, Broda; Adam, Bailey, Whitney

ERC: Reich – Marshall, Wagner; Hüttl, Warsofsky; Jobke, Quaas, Gnyp – Feser, Storm, Defazio; Aubry, Simpson, Bourque; Pietta, Faake, Höfflin; Soramies, Brune, Stachowiak

Schiedsrichter: Bruggeman, Schukies

Tore: 1:0 (03:30) Ziegler (5:4), 2:0 (16:51) Cornel (Ewanyk/4:5), 2:1 (17:20) Bourque (Simpson/5:4), 2:2 (19:11) Defazio (Pietta, Flaake/5:4), 2:3 (20:39) Simpson (Warsofsky, Bourque/5:4), 3:3 (59:39) Bailey (O´Connor, Whitney/6:5/EN), 3:4 (61:18) Feser (Bourque)

Strafen: Roosters 12 – ERC 10

Zuschauer: 2.814

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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