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Siegerehrung der Goldenen Gießkanne 2020

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Nach einer zehnjährigen Pause kehrte in diesem Jahr der Blumenschmuck-Wettbewerb „Die Goldene Gießkanne“ zurück in den städtischen Veranstaltungskalender.
Zwischen Juni und September 2020 waren alle Iserlohner Hobbygärtner aufgerufen, sich mit ihrer Vorgarten- und Balkongestaltung an dem traditionsreichen und beliebten Blumenschmuck-Wettbewerb zu beteiligen. Die Teilnahme war denkbar einfach: zweimal drei Fotos von ihren botanischen Meisterwerken mussten die Hobbygärtner im Abstand von sechs Wochen schießen und einsenden, um damit nicht nur ihren grünen Daumen und ihren Sinn für eine ansprechende gärtnerische Gestaltung, sondern auch ein nachhaltiges und bestenfalls sogar insektenfreundliches Arrangement zu dokumentieren. Einzige Bedingung war, dass die Bepflanzungen im Stadtbild sichtbar und zur Straße hin ausgerichtet sein mussten. „Auf diese Weise wollten wir mit dem Wettbewerb nicht nur einen Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes leisten, sondern gleichzeitig zu nachhaltigem, ökologischem Gärtnern animieren. Nach all den Einsendungen, die wir gesehen haben, ist das rundum gelungen“, zeigt sich Patricia White aus der Abteilung für Umwelt- und Klimaschutz als Mitorganisatorin des Projekts sichtlich stolz.

„Über 30 Teilnehmer konnten wir uns im ersten Jahr nach der langen Pause freuen. Das zeigt uns, dass es die richtige Entscheidung war, dem traditionsreichen Pflanzwettbewerb neues Leben einzuhauchen. Vielleicht kam er gerade in diesem Jahr zur rechten Zeit“, resümiert Simone Korte vom Iserlohner Stadtmarketing den Erfolg der Aktion, die auf einem politischen Antrag zur Wiederaufnahme des Wettbewerbs beruht. Gemeinsam mit Patricia White und Eckehard Schröder vom SIH hatte Korte in den vergangenen Wochen das Vergnügen, die Einsendungen zu bewerten.

Rund zweihundert Bilder hat die Jury unter die Lupe genommen, teils sogar vor Ort – von prächtigen Geranienbalkonen über Balkone, die sich bis in die letzte Ecke in üppig rankende, florale Erholungsräume verwandeln bis hin zu wahren Blühoasen im Vorgarten war die volle Bandbreite der gärtnerischen Ansichten vertreten. Aber auch Baumeinfassungen und Uferbepflanzungen im öffentlichen Raum werden mancherorts im Stadtgebiet durch die Bürger bepflanzt und liebevoll gepflegt – und das teilweise schon seit Jahren. Mit positivem Effekt für das Stadtbild und die umliegenden Bäume. Dazu konnte sich die Jury über wahre Naturschauspiele auf den Bildern freuen, wie bspw. über Vogeljunge im reichlich blühenden Balkonkasten oder ein buntes Insektentreiben rund um Lavendelbüsche und Stockrosen.

Am Montag, 14. Dezember, wurden in kleiner Runde die glücklichen Hobbygärtner gekürt, die beim diesjährigen Wettbewerb die ansprechendsten und nachhaltigsten Vorgarten- und Balkonbepflanzungen eingereicht hatten.

Den ersten Platz belegt Dirk Pantring mit seinem im Frühjahr neu angelegten Vorgarten im Iserlohner Stadtteil Letmathe. „Hier ist ein optisch äußerst ansprechendes und lange blühendes, insektenfreundliches Areal geschaffen worden, das durch eine harmonische farbliche Gestaltung sowie eine durchgängige Blütezeit und die Anpflanzung von mehrjährigen Sorten besticht. Und auch das Verhältnis zwischen begrünten Pflanzzonen und gepflasterten Flächen wertet das Arrangement noch einmal auf“, erklärt Eckehardt Schröder, Gärtnermeister beim SIH, die ausschlaggebenden Kriterien für den Gewinn Pantrings.

Dirk Pantring zeigte sich sichtlich stolz und gab einen ersten Einblick in sein weiteres Vorhaben, den Garten um Nistmöglichkeiten zu erweitern. Dazu darf er sich über einen 250 Euro-Gutschein des Hagebaumarkts Holz & Bau in Iserlohn freuen, der als Projektpartner gewonnen werden konnte.

Mit nur wenigen Punkten Unterschied belegt der wildwachsende Vorgarten samt Fassadenbegrünung von Meike Gustävel Rang zwei. „Weniger das harmonische Arrangement als ihr Händchen für eine durchgängige Blütezeit sowie die Auswahl mehrjähriger und standortangepasster Pflanzen und das Verhältnis von Grün zu befestigter Fläche zeichnen diesen Vorgarten aus“, weiß Patricia White als Biologin diesen Garten sehr zu schätzen: „Hier zeigt sich, dass ein Garten nicht perfekt arrangiert und gezupft sein muss, um bei unserem Blumenschmuck-Wettbewerb vorne dabei zu sein.“ „Ich arrangiere nicht, ich lasse wachsen“ ist das Credo der begeisterten Hobbygärtnerin Gustävel, die gedeihen lässt, was sich in ihrem Garten heimisch fühlt und sich jedes Jahr aufs Neue über ein verändertes Bild ihres Gartens freut, in dem sich viele selbstaussäende Pflanzen angesiedelt haben. Und nicht nur darüber hat sie Grund zur Freude: Der Hagebaumarkt Holz & Bau hat für den zweiten Platz einen Gutschein über 150 Euro ausgelobt.

Der dritte Platz der diesjährigen Goldenen Gießkanne geht nach Hennen. Hier ist der Bauerngarten von Ina Hanke der Hingucker für Nachbarn und Spaziergänger. „Trotz Ausrichtung zur Nordseite besticht der Garten durch seine Blütenpracht. Insbesondere die Rosen sind mehr als beeindruckend“, verrät Gärtnermeister Schröder. „Vor allem das harmonische Arrangement und die mehrjährige Bepflanzung sowie das herausragende Verhältnis von Grün- zu Pflasterflächen machen den Garten so attraktiv.“ Ina Hanke nahm für Ihren grünen Daumen einen Gutschein in Höhe von 100 Euro entgegen.

Darüber hinaus wurde der insektenfreundlichste Garten in der Sonderkategorie „Summen & Brummen“ ausgezeichnet. Über einen Gutschein in Höhe von 50 Euro für blühende Stauden im kommenden Frühjahr sowie eine heimische Saatgutmischung darf sich das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Iserlohn freuen. „Insekten, Bienen und Schwebfliegen waren bei uns den ganzen Sommer lang heimisch und ab und zu guckt auch mal eine Fledermaus vorbei“, verrät Petra Lamberts, die den Preis stellvertretend für das Team entgegennehmen durfte.  Gemeinsam mit Kindern wurde von Mitgliedern des Kinder- und Jugendrates im Rahmen des Ferienprogramms „Sommerferien 2019“ eine Natursteinmauer angelegt und mit entsprechenden Pflanzen begrünt. Mitten im blühenden Grün finden sich Fledermauskästen und Insektenhotels. „Auf Spritzmittel verzichten wir natürlich“, so Lamberts weiter, die sich riesig über den Preis freut: „Für die Kinder und Jugendlichen ist das eine tolle Auszeichnung – nicht nur zu sehen, dass das selbst Erschaffene so schön blüht, sondern dafür auch noch belohnt zu werden.“

Der Verzicht auf Spritzmittel war der Jury besonders wichtig, „denn damit kann jeder zwar einen gepflegt aussehenden Garten haben, aber für die Umwelt ist es pures Gift, Flora und Fauna leiden darunter langfristig, das hat mit ökologischem Gärtnern nichts zu tun“, erklärt die Biologin Patricia White.

„Die Bewertung ist nicht immer leicht gefallen, wir haben unheimlich viele ansprechende und den Kriterien entsprechende Pflanzoasen gesehen, am Ende aber sind wir uns sicher, haben wir mit den Preisträgern würdige Hobbygärtner ausgezeichnet“, resümiert Korte noch einmal die Aktion und gibt einen Einblick in die Projektplanung 2021: „Im kommenden Jahr bekommen alle Iserlohner Pflanzenfreunde bei der „Goldenen Gießkanne 2021“ wieder die Gelegenheit, mit ihren Anpflanzungen am Blumenschmuck-Wettbewerb teilzunehmen und gleichzeitig dabei ihren Beitrag zum Umweltschutz, zur Insektenpopulation und zur Verschönerung des Stadtbilds zu leisten.“  

Weitere Infos zur Aktion finden Interessierte unter www.iserlohn-blueht-auf.de

Quelle: Stadt Iserlohn

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