Siegerplakate der Kampagne für junge Menschen stehen fest

Wie ergeht es jungen Menschen zu Corona-Zeiten? Was beschäftigt sie? Und wie wird diese Zeit durchgestanden? – Unter dem Motto „JuCoZt – Jugend in Coronazeiten“ wollte die Abteilung Jugendarbeit der Stadt Iserlohn eine Antwort darauf finden und startete eine Plakataktion, in der junge Menschen zwischen 10 und 24 Jahren in Bild und Wort, auf direkte, eigensinnige, humorvolle oder auch provokante Weise ihre Stimmung in Corona-Zeiten wiedergeben sollten.

Leiden etwa nur Erwachsene unter der Pandemie? Nein! Junge Menschen fühlen sich nicht wahrgenommen. Sie haben den Eindruck, ihre Stimme spiele in der öffentlichen Diskussion keine Rolle. Ständig erhalten Jugendliche neue Regelungen, Verbote und Verordnungen, die sie umzusetzen zu haben. Doch was ist mit ihnen selbst? Wer gibt ihnen eine Stimme? Was haben junge Menschen zu diesem Thema zu sagen? Wie kommen sie mit der Situation der  letzten fünfzehn Monate zu Recht? Gibt es vielleicht etwas, dass sie intensiver verfolgen konnten oder mussten? Ziel der Kampagne war es, Jugendlichen diese Stimme durch Plakate zu geben:
Unter den Teilnehmern waren viele aus Iserlohn, vor allem aber auch aus der ungarischen Partnerstadt Nyíregyháza. Sie alle haben in künstlerisch-gestalterischer Art und Weise eine beeindruckende Antwort formuliert. „Die große Anzahl der eingereichten Plakate hat uns total überrascht. Unsere ungarischen Freunde sind sehr glücklich darüber, die Jury von ihren Entwürfen überzeugt zu haben“, so Marlis Gorki vom Städtepartnerschaftskomitee Nyíregyháza.

Insgesamt sind bis zum Einsendeschluss am 23. April über hundert ansprechende Bilder und Collagen eingegangen. Vorausgegangen ist eine intensive Werbung über die Social Media-Kanäle der städtischen Jugendeinrichtungen und durch  persönliche Ansprachen der Schulsozialarbeit sowie vor allem der Mobilen Jugendarbeit. „Ich finde es mega, wie begeistert diese Aktion von den Jugendlichen aufgenommen wurde. Wir konnten ihnen mit ‚JuCoZt‘ eine laute Stimme verleihen, die von allen gesehen werden kann“, so Sonja Mehlich von der Mobilen Jugendarbeit.

Ende April tagte eine Jury mit Ronny Badtke (Abteilungsleiterin Jugendarbeit), Rainer Danne (Leiter der Volkshochschule und der Städtischen Galerie Iserlohn), Jörg Simon (Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz), Abbas Moussa (Kinder- und Jugendrat), Jana Finke (FFF Iserlohn) und Linda Zachau (Schülerin Stennergymnasium), um die besten Entwürfe mit den Plätzen eins bis fünf zu küren. Die Preisträger und Preisträgerinnen sind: Valéria Bogás (1. Platz / 300 Euro), Laura Lada´nyi (2. Platz / 200 Euro), Viktória Varga (3. Platz / 100 Euro), Jadie Ebersbach sowie Hete Sándor (beide 4. Platz / jeweils 50 Euro) und Emöke Jaskó (5. Platz / 30 Euro).

„Diese Bilder zeigen, dass wir trotz einer Krise irgendwo etwas gemeinsam haben. Wir finden einander in unseren Sehnsüchten, wieder richtig leben zu können“, so Teilnehmerin Amelie Werner.

Die Siegerplakate werden ab der kommenden Woche im Jugendamt im Hansahaus ausgestellt. Diese und weitere Plakate der Kampagne werden zudem ab der kommenden Woche auch in fünfzig Plakatreitern im Iserlohner Stadtbild präsentiert.

Quelle: Stadt Iserlohn