So nah und doch so fern: Eine Auswärtsfahrt der besonderen Art

Fans sind nach wie vor nicht zugelassen bei den Spielen der PENNY DEL. Das heißt, dass die Iserlohn Roosters nicht nur bei den Heimspielen in der Eissporthalle am Seilersee auf die einzigartige Stimmung auf den Rängen verzichten müssen, sondern auch bei Auswärtsspielen nicht auf die Unterstützung der treuen Mitreisenden zählen können. In normalen Zeiten hätte zu der Partie am vergangenen Donnerstag sicherlich eine stattliche Anzahl an Blau-Weißen den langen und beschwerlichen Weg hoch zum bestens gelegenen Gästeblock im Düsseldorfer ISS Dome auf sich genommen. Doch natürlich blieben am Donnerstag diese Plätze unter dem Dach genauso leer wie alle anderen in der Arena. Das hat zwei treue Roosters-Fans jedoch nicht davon abgehalten, den Weg in die Landeshauptstadt auf sich zu nehmen und bei der Partie trotz Zuschauerausschlusses so nah wie möglich dran zu sein: Im Auto direkt neben dem ISS Dome, ausgestattet mit MagentaSport auf dem Handy und natürlich den passenden Fanutensilien – hier gibt es den Bericht einer ganz besonderen Auswärtsfahrt von Roosters-Fan Nadine:

Kay – ein guter Freund von mir – und ich haben uns an der Eissporthalle am Seilersee getroffen. Das ist unser Dreh-und Angelpunkt wenn es auswärts geht. Die Fahrt dauerte circa eine Stunde, wir sind gut durchgekommen. Es ist eben derzeit wenig los auf den Straßen. Am ISS Dome in Düsseldorf angekommen habe ich ein Erinnerungsfoto vor dem Haupteingang gemacht – natürlich mit Roosters-Schal. Danach haben wir uns einen Parkplatz gesucht, da man nicht direkt auf dem Arenagelände parken durfte. Wir wollten natürlich so nah wie möglich dran sein.
Über MagentaSport haben wir dann das Spiel am Handy verfolgt. Nach dem ersten Drittel wussten, wir, dass wir heute etwas holen können, weil das Team auch auf dem kleinen Handybildschirm gut sichtbar kämpfte. Das hat sich dann in einem spannenden zweiten Drittel auch bestätigt – wer weiß, ob unsere Anfeuerungsrufe nicht den entscheidenden Zentimeter dazu beigetragen haben, dass Alex Grenier nach seinem Schuss an den Pfosten den zweiten Versuch bekam und genial vollendete.
Zum Ende des zweiten Drittels bekam ich dann die Nachricht, dass die Verantwortlichen der DEG auf uns aufmerksam geworden waren: Wir durften dann mit dem Auto sogar auf das Arenagelände und waren nun so nah dran, wie man es in der aktuellen Situation eben sein kann. Nach dem hart erkämpften Derbysieg war die Freude natürlich groß. Wir standen nach dem Spiel in Sichtweite des Mannschaftsbusses und haben dann mit sicherem Abstand und Maske auf noch auf die Mannschaft gewartet. Wir wollten ihnen nach diesem tollen Spiel unbedingt applaudieren und zeigen, dass die Fans nach wie vor voll hinter dem IEC stehen.
Unser Highlight war dann, als Brad Tapper sich die Zeit nahm, uns zu begrüßen und (natürlich unter Einhaltung aller Hygienevorkehrungen und unter Aufsicht des Arena-Personals) ein paar Worte mit uns zu wechseln. Er war begeistert von unserem Engagement und bedankte sich im Namen des Teams für unser Kommen. Wir wünschten ihm und der Mannschaft für die heutige Partie viel Erfolg. Danach stiegen wir zurück ins Auto und traten die Heimreise an, welche um 0:30 Uhr an der Eissporthalle in Iserlohn endete.
Wir wollten unser Team auch in  dieser schweren Zeit unterstützen – auch wenn es nur unter erschwerten Bedingungen möglich war, war es ein einmaliges Erlebnis.
Foto: privat

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Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters