Spieltag 13: Roosters @ Krefeld

Eine Steigerung war unverkennbar, auch, wenn das Ergebnis nicht das war, was man sich gewünscht hat. Das 2:3 nach Verlängerung gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven war die vierte Niederlage für die Sauerländer in Folge. Trotzdem waren die Roosters deutlich näher dran an der von sich selbst erwarteten Leistungsfähigkeit. „Ehrlich gesagt, gab es schon das ein oder andere klare Wort in der Kabine“, sagt Stürmer Tim Fleischer in der Rückschau. Seine Forderung nach einer echten Playoff-Leistung, idealerweise nach einem Auftritt wie in einem echten Spiel sieben, wurde aus der Sicht des sportlichen Leiters Christian Hommel erfüllt. „Natürlich geht es jetzt darum, diesen Weg fortzusetzen. Das darf nicht nur ein einmaliger Moment gewesen sein, die Jungs müssen in jedem Spiel so arbeiten wie gegen Bremerhaven.“ Positiv ist allerdings auch, dass sich die Mannschaft selbst in die Pflicht genommen hat. „Es ist einfach immer wichtig, dass auch wir Jungs uns mal zusammensetzen und Erwartungen untereinander formulieren“, meint Torhüter Janick Schwendener. Der wird zwar am heutigen Abend gegen die Krefeld Pinguine (20:30 Uhr / Yayla-Arena) nicht zwischen den Pfosten stehen, bekam nach seinem Match am Sonntagabend trotzdem für seine Leistungssteigerung ganz viel Lob. „Er hat einen richtig guten Job gemacht und gezeigt, was er wirklich drauf hat“, so Andy Jenike, der heute im Tor stehen wird. Auch diese Aussage zeigt, dass beide sich als echtes Team verstehen. Natürlich hat auch Jenike Schwendeners Fehler im ersten Drittel nicht vergessen, letztlich zählt aber für ihn und die gesamte Mannschaft die Entwicklung im Spiel. Andy Jenike: „Persönlich verstehen wir uns wirklich gut, sind ein echtes Team. Gegenseitige Unterstützung, auch wenn wir letztlich Konkurrenten sind, gehört einfach dazu.“

Ob fehlerfrei oder nicht, die Torhütersituation ist eher nicht das Problem der Blau-Weißen. Denn auch gegen Bremerhaven gab es den ein oder anderen Fehler in der Rückwärtsbewegung. 3,6 Gegentore im Schnitt pro Spiel sind einfach zuviel, vor allem, weil die Sauerländer selbst aktuell „nur“ 3,3 Tore erzielen. Daheim liegt der Gegentorschnitt sogar bei 4,0. Statistisch belegt ist auch, dass die Roosters den schlechtesten Torschnitt im letzten Drittel eines jeden Spiels haben. Knapp 42 Prozent aller Gegentore kassieren die Roosters zwischen der 41. und 60. Spielminute – es braucht Fokus über 60 Minuten, auch wenn die Beine schwerer werden.

Das gilt insbesondere für die Partie im Rheinland: „Unsere Arbeitsleistung muss einfach stimmen. Gegen Krefeld bekommen wir nichts geschenkt, wir werden sehr konzentriert sein müssen, dürfen niemanden unterschätzen und müssen sehr geduldig sein“, sagt Cheftrainer Jason O´Leary. Auch er hat sich natürlich das Montagsspiel der Pinguine gegen Düsseldorf gesehen, die genau das gleiche Problem hatten, wie die Roosters bei ihrer 3:6-Niederlage gegen die Pinguine. Trotz Führung, gelang der DEG kein zweiter Treffer, Krefeld dagegen fand immer besser ins Spiel. Weil mit großer Wahrscheinlichkeit auch Top-Mittelstürmer Alex Grenier ausfallen wird, geht es vor allem darum, mit Intensität und Arbeitswillen zu Werke zu gehen – inzwischen sollte auch dem letzten Beobachter klar sein, dass die Pinguine in den letzten Wochen einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnen. Vater des Krefelder Erfolgs ist übrigens der ehemalige Roosters-Nachwuchscoach Boris Blank, der sicherte sich mit seinen Pinguinen im ISS-Dome schon den zweiten Erfolg im dritten Spiel. Blank wird auch am Mittwoch an der Bande stehen, da der neu verpflichtete Trainer Clark Donatelli noch in Quarantäne ist und wahrscheinlich erst in der kommenden Woche sein erstes Training leiten kann.

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