Spieltag 15: Roosters @ Nürnberg

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Es war keine Woche wie jede andere und eine, die man nach Möglichkeit auch nicht nochmal erleben möchte. Das erste Treffen des Teams am Seilersee nach der Corona-Zwangspause, es löste keine großen Freudenstürme aus. Fünf Tage daheim schaffen bei Eishockeyprofis kein Gefühl der Sehnsucht nach den Mannschaftskollegen. Stattdessen war ein großer Fokus auf die Herkulesaufgaben der nächsten Tage angesagt. Dankbarkeit war dagegen in hohem Maße zu spüren: Dankbarkeit für klare Führung, ein gutes Konzept und strikte Befolgung des eigenen Corona-Protokolls. Dafür hatte Christian Hommel gesorgt. Der Manager bestätigt in dieser Saison nicht nur den Eindruck, seinen Job als Einkäufer und Konzeptgeber zu verstehen, sondern auch die Tatsache als Krisenmanager bestehen zu können. Anders wäre es wohl nicht gelungen, so schnell nach den festgestellten Corona-Infektionen in Teilbereichen zum Alltag zurückkehren zu können.

„Wir alle sind sehr dankbar für den Zuspruch den wir in den letzten Tagen bekommen haben, für die vielen aufmunternden Worte und die guten Wünsche. Dafür möchte ich mich im Namen der gesamten Organisation bei allen Fans bedanken. Das zeigt einmal mehr, was wir alle schon wissen: Wir haben die besten Fans der Liga“, sagt Trainer Brad Tapper am Tag des ersten Pressegesprächs nach der Krise, deren sportlichen und gesundheitlichen Folgen noch nicht ganz abzusehen sind. Fest steht, die Sauerländer werden morgen Nachmittag um 14:00 Uhr bei den Nürnberg Ice Tigers auflaufen, können, dank der schnellen Isolation aller Spieler, mit drei durchgewürfelten und mehr oder minder kompletten Reihen den Weg nach Franken antreten. „Natürlich werden die nächsten vier Spiele von morgen bis zum Sonntag in einer Woche eine besondere Herausforderung, aber wir nehmen sie an und freuen uns, dass das möglich ist“, so der Kanadier weiter. Es mag auf den ersten Blick nicht ins Bild passen, wenn der Coach hervorhebt, dass sein Team die Freude am Spielen nicht verloren hat – im Gegenteil: „Ja, es ist eine schwierige Situation und wir wollen ohnehin jeden Tag fokussiert und diszipliniert arbeiten. Aber wenn es dann aufs Eis geht, muss man letztlich Spaß an dem haben, was man tut. Nur so kannst Du Top-Leistungen abrufen. Und diese Freude haben wir in den letzten Tagen eindeutig verspürt“, erklärt Tapper.

Details des eigenen Aufgebotes werden im Vorfeld nicht bekannt gegeben. Fakt ist: Als der Mannschaftsbus in Richtung Nürnberg aufbrach, blieben einige Plätze frei. Es befinden sich nach wie vor mehrere Spieler in Quarantäne, zudem merkt man auch bei den Roosters, dass die Grippe- und Erkältungswelle ebenfalls Hochkonjunktur haben. Darüber hinaus fehlen Sena Acolatse und Maxim Rausch gesperrt. Dafür rückt Nils Elten aus Herne in den Kader.

Wie also geht man in eine Partie, in der voraussichtlich mehrere Spieler die 30-Minuten-Marke bei der Eiszeit knacken werden und dementsprechend speziell in der Schlussphase die Beine ganz schön schwer werden dürften? „Natürlich müssen wir unser Boxplay und das Forechecking ein wenig anpassen, können nicht den Aufwand betreiben, den wir da eigentlich aufs Eis bringen wollen. Wir haben nach wie vor genug Jungs dabei, die für Torgefahr sorgen können. Entscheidend ist, dass wir diszipliniert spielen und eine Einheit sind. Auch Spieler, die sonst in den hinteren Reihen spielen und nicht so viel Eiszeit haben, werden genug Möglichkeiten bekommen, mehr Verantwortung zu nehmen“, erklärt Tapper. Die kommenden vier Spiele bis zur Länderspielpause stehen definitiv unter besonderen Vorzeichen, nämlich denen, dass die Gesundheit aller Beteiligten nach wie vor das höchste Gut am Seilersee ist. Und egal, was am Ende auf der Anzeigetafel steht – darauf kann man definitiv stolz sein.

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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