Spieltag 19: Roosters vs. Düsseldorf

Einen besseren Einstand hätte sich Interims-Chefcoach Brad Tapper wohl nicht wünschen können: Bei seinem Debüt als Headcoach an der Bande beendete er mit seinem Team die Niederlagenserie der Iserlohn Roosters. Ausgerechnet bei der Düsseldorfer EG, bei der es in den letzten Jahren so gut wie nichts zu holen gab.

„Es war ein wichtiger Sieg für die Spieler, aber auch für den Verein, die Stadt und vor allem die Fans“, freute sich Tapper über den 3:2-Auswärtssieg nach drei Niederlagen in Folge. Als Belohnung gab es für die Mannschaft den Freitag frei. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie nicht an Hockey denken sollen, sondern lieber mit ihrer Familie Zeit verbringen, mit ihren Freunden in der Heimat telefonieren oder sich die Kinder schnappen und einfach die schöne Stadt und die Umgebung erkunden.“

Der Coach ist der Meinung, dass man nicht jeden Tag die Intensität gleichbleibend hochhalten kann, deshalb seien Pausen wichtig, um den Kopf frei zu bekommen. „Ich denke in Momenten. Gestern war Eishockey überhaupt kein Thema, aber heute beim Training verlange ich volle Konzentration und Engagement, genau so wie am Sonntag beim Spiel. Da gibt es dann kein anderes Thema als Eishockey.“

Der neue Chef an der Bande hat in Düsseldorf viele gute Dinge gesehen, auf denen er aufbauen möchte. „Wir haben viele Schüsse geblockt und füreinander gekämpft. Wir hatten 21 Spieler im gleichen Dress, die diese Mentalität verkörpert haben, die wir uns wünschen“, lobt Tapper die Einsatzbereitschaft seiner Jungs. Darüber hinaus gab es ein Sonderlob für die Angriffsreihe der Jungspunde. „Yannik, Tim und Julian haben sehr gut gespielt und sich die Eiszeit in dem Spiel redlich verdient. Sie waren ein wesentlicher Teil unseres Erfolgs und ich hoffe, dass sie diese Leistung bestätigen können.“

Dennoch gab es auch einen Aspekt, der dem Coach nicht gefallen hat. „Wir können nicht erneut so viele Strafzeiten kassieren, sieben sind einfach zu viel. Da verbrauchst du zu viel Energie. Das ist eine Frage der Disziplin. Als Trainer hast du nur die Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, indem du dem Spieler weniger Eiszeit gibst“, sieht Brad Tapper eine Möglichkeit, dies zu reglementieren – zu der er aber natürlich nur im Extremfall greifen möchte.

Am Sonntag wird dies wohl ebenfalls ein entscheidender Faktor über Sieg oder Niederlage im Heimspiel gegen die DEG sein. „Wir müssen von der Strafbank wegbleiben. Düsseldorf hat ein starkes Powerplay. Außerdem ist ihr Umschaltspiel extrem schnell und gefährlich. Es gilt also, keine dummen Scheibenverluste zu riskieren und clevere Entscheidungen zu treffen“, lauten die Vorgaben des Trainers an sein Team.

Personell könnte Tapper auf die gleiche Formation wie am Donnerstag zurückgreifen. Marko Friedrich fehlt wohl weiterhin erkrankt. Möglich, dass sich an der Kaderzusammenstellung getreu dem Motto „Never change a winning team“ nichts ändert. Genauso könnten Bobby Raymond, der am Donnerstag als überzähliger Ausländer aussetzen musste und Jake Weidner in den Kader rotieren. „Beide waren in Düsseldorf beim Team und haben den gleichen Anteil an unserem Erfolg“, lobt die Tapper die Einstellung der beiden Spieler. Erstes Bully am Sonntag in der Eissporthalle am Seilersee ist um 17 Uhr.

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters