Spieltag 29: Roosters @ Schwenningen

Nicht einmal 24 Stunden nach der Last-Second-Overtime-Niederlage in Mannheim ist das Team von Coach Brad Tapper beim nächsten Auswärtsspiel in Baden-Württemberg gefordert: Um 18:30 Uhr fällt der Puck in der Helios-Arena bei den Schwenninger Wild Wings. Was in den vergangenen beiden Jahren traditionell ein Duell zweier Teams war, die sich gegenseitig die rote Laterne zuschieben wollten, ist heute ein waschechtes Duell um die Playoffs: Die Roosters auf dem dritten Tabellenplatz der Nordgruppe wollen ihren Vorsprung von vier Punkten auf den Tabellenfünften aus Düsseldorf mindestens mal verwalten und im Optimalfall sogar ausbauen. Schwenningen ist in der Südgruppe Vierter und hat mit drei Punkten Rückstand die Straubing Tigers im Nacken.

Der Auftritt bei den Wild Wings stellt für die Sauerländer unter vielerlei Aspekten eine besondere Herausforderung dar: Ein Spiel back-to-back, also am zweiten Tag hintereinander, ist auch beim traditionell eng getakteten Kalender der PENNY DEL recht selten. Die Roosters liefen gegen Mannheim vor allem in der Defensive enorm viel Schlittschuh, und das gleich über 65 Spielminuten – Tapper steht vor der Herausforderung, ein wenig Frische in den Kader zu installieren und gleichzeitig das stabile Konstrukt vom Vortag aufrecht zu erhalten. „Wir brauchen die richtige Kombination aus Regeneration und Motivation vor dem Spiel. Im Endeffekt ist die Partie wie jede andere auch: Die Jungs haben morgens die Möglichkeit, aufs Eis zu gehen und sind dann in der Pflicht, sich selbst optimal auf das Spiel vorzubereiten“, erklärt Tapper. Natürlich weiß er, dass das Spiel vom Vortag noch nicht aus den Knochen ist. „Es wird uns an der einen oder anderen Stelle nicht leicht fallen. Aber gerade dann müssen wir unsere Einstellung aufs Eis bringen und kämpfen. Dem Gegner geht es ja nicht anders – wir entscheiden selbst, ob wir uns wieder die Chance geben, ein schwieriges Auswärtsspiel zu gewinnen“, erklärt der Roosters-Coach, was er von seinen Schützlingen verlangt.

Darüber hinaus wird vor Spielen in Schwenningen in dieser Saison gerne über die Tatsache diskutiert, dass die Wild Wings im Zuge ihres Arena-Umbaus ihre Eisfläche nach NHL-Vorbild verkleinert haben. Das ist eine Thematik, die innerhalb der Teams allerdings kaum eine Rolle spielt. „Viele Jungs kennen die Maße aus ihrer Zeit in Amerika, außerdem wird deshalb niemand seine Spielphilosophie über den Haufen werfen. Wir müssen unser Tor so engagiert verteidigen wie gestern, so viele Pucks wie möglich aufs Tor bringen, hart spielen und auch wenn die Beine mal etwas schwerer werden, die Zähne zusammenbeißen und kämpfen“, sagt Tapper.

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