Spieltag 30: Roosters vs. Mannheim

Wer am Mittwochmorgen, ganz früh mit dem Hund am Seilersee spazieren war, der konnte mit ein bisschen Glück beobachten, wie übermüdete und von zwei intensiven Matches geschlauchte Roostersspieler den Mannschaftsbus verließen, um ihr Equipment in die Kabine zu bringen. Um etwa fünf Uhr kam der Tross am Seilersee aus Schwenningen an. Mit im Gepäck, zwei Punkte aus den Partien in Mannheim und gegen die Wild Wings. „Natürlich wären auch mehr Punkte drin gewesen. Gerade in Schwenningen haben wir den Sieg so kurz vor Schluss verspielt. Dennoch sehe ich das Positive. In dieser Phase nehmen wir jeden Punkt gerne mit“, sagte Roosters-Coach Brad Tapper.

Nicht nur mit den Ergebnissen, sondern auch mit den körperlichen Anstrengungen gehen die Spieler äußerst unaufgeregt um. „Natürlich sind alle geschlaucht, aber für uns ist das die spannendste Zeit der gesamten Saison. Wir Spielen quasi Playoffs vor den eigentlichen Playoffs, weil wir uns noch mitten im harten Kampf um die Qualifikation befinden“, meint Torhüter Andi Jenike.

An die Partie am Montag in Mannheim hat Christian Hommel fast ausschließlich nur gute Erinnerungen. „Ich bin nach dem Spiel in die Kabine gegangen und habe den Jungs gesagt, dass ich die Begegnung sehr genossen habe. Wir haben Gas gegeben, waren Zweikampfstark und haben den Mannheimern ordentlich Paroli geboten. Wenn wir mal das Überzahlspiel weglassen, dann war das alles, was wir von dieser Mannschaft verlangen können“, lobt der Manager seine Spieler.

Eine ähnliche Leistung muss allerdings auch heute Abend her, wenn der Tabellenführer aus der Gruppe Süd zum Rückspiel als Gast an den Seilersee anrückt. „Gerade wenn man so viele Spiele in den Knochen hat, sind Kleinigkeiten entscheidend“, weiß Marko Friedrich aus eigener Erfahrung. Deshalb sei es umso wichtiger, eine körperlich und technisch starke Truppe nicht in den Lauf kommen zu lassen. „Wir müssen in jedem Fall dumme Strafzeiten und Scheibenverluste vermeiden, die Zweikämpfe annehmen und noch eine kleine Schüppe an Intensität drauflegen, dann klappt es vielleicht mit einem Sieg“, meint Friedrich.

Sein Coach geht davon aus, dass alle Spieler den Trip gut überstanden haben und außer dem verletzten Dieter Orendorz alle Mann am Abend an Bord sein werden. „Wir haben den Jungs gestern trainingsfrei gegeben, damit sie sich ausgiebig erholen können. Ich plane deshalb mit demselben Line-up wie zuletzt in Mannheim. Auch taktisch gibt es keinen Grund irgendetwas zu verändern. Ich war mit der Leistung sehr zufrieden.“ Dies bedeutet, dass mit großer Wahrscheinlichkeit erneut Andy Jenike das Tor hüten wird und das Erik Buschmann und Tim Fleischer wie in Mannheim und Schwenningen als überzählige Spieler auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Erstes Bully in der Eissporthalle am Seilersee ist um 19.30 Uhr.

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters