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Stefan-Haacke-Preis des Beirates für Menschen mit Behinderung ging an „Nikolaus“ Emil Rumianek

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Mit dem Stefan-Haacke-Preis des Beirates für Menschen mit Behinderung wurde kürzlich in einer Feierstunde Emil Rumianek ausgezeichnet. Neben den persönlichen Gästen des Preisträgers, darunter der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Hemer Bernhard Camminadi, waren zahlreiche Mitglieder der Fraktionen des Iserlohner Stadtrates, der Selbsthilfegruppen, Mitarbeiter von Wohlfahrtsverbänden und weitere Interessierte der Einladung in die Galerie des Parktheaters gefolgt.

Zum ersten Mal nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden des Beirats begrüßte Mechthild Starke-Kersting die Gäste der Preisverleihung und konnte eine besondere Überraschung präsentieren. Der bekannte und beliebte Iserlohner Musiker und Entertainer Jens Dreesmann hatte sich bereit erklärt, der Feierstunde einen musikalischen Rahmen zu verleihen. So wurde die Zeit bestmöglich überbrückt, bis Laudator und Bürgermeister Michael Joithe die mit Spannung erwartete Entscheidung über den diesjährigen Preisträger verkündete.

In der ersten Sitzung des Beirates für Menschen mit Behinderung nach den Kommunalwahlen, hatte das Gremium im Dezember letzten Jahres aus den von Iserlohner Bürgerinnen und Bürgern eingereichten Vorschlägen Emil Rumianek zum 11. Preisträger bestimmt.
Der „Preis des Beirates“ wurde erstmalig 2011 vergeben, um Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen oder auch Firmen zu ehren, die sich ehrenamtlich oder über ihr berufliches Engagement hinaus und mit außergewöhnlichem Einsatz für die Belange von Menschen mit Behinderung in Iserlohn einsetzen. Die Umbenennung des Preises im Jahr 2014 in „Stefan-Haacke-Preis“ soll das Andenken an den 2014 verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Stefan Haacke und an dessen besonderes Engagement bewahren.

Emil Rumianek aus Hemer, auch bekannt als „Nikolaus Emil“, bedankte sich für die Auszeichnung und berichtete humorvoll, wie es dazu gekommen war, dass er seit 1982 mehr als eine halbe Million Euro für Menschen mit Behinderung sammelte und spendete. Damals hatte er zugesagt, für einen Damenkegelklub als Nikolaus aufzutreten und gesagt: „Das kostet für jeden der 10 Damen 10 Mark“. Diese ließen es sich nicht nehmen, den Betrag zu entrichten, obwohl dies als Scherz gemeint war. Für Emil Rumianek war es selbstverständlich die 100 Mark nicht zu behalten, sondern im Namen des Kegelklubs an die Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Sümmern zu spenden. Dies war der Beginn einer langen und erfolgreichen Karriere als Nikolaus, die bereits im ersten Jahr rund 4 600 Mark für den guten Zweck einbrachte. Als Vater von zwei Kindern mit Behinderung wusste er, wo dringend Geld gebraucht wurde. So konnte er das Bewegungs-Schwimmbecken des AWO-Kindergartens an der Sonnenhöhe, die Europaschule in Hemer und andere Projekte unterstützen, und dies nicht nur finanziell. Er war zum Beispiel auch als Mitgründer des Vereins „Gemeinsam leben, gemeinsam lernen“ an der Zusammenlegung des Regelkindergartens und des heilpädagogischen Kindergartens Gerlingsen zum integrativen Kindergarten, heute „Ein Haus für alle Kinder“ der Diakonie, beteiligt. Der Preisträger betonte, dass man auch als Einzelner etwas verändern und etwas erreichen könne.

Für die gehörlosen Gäste der Veranstaltung war ein Gebärdensprachdolmetscher  anwesend und für schwerhörige Menschen wurde vom Cochlea Implantat Verband NRW e.V., wie bereits in den vergangenen Jahren, im Veranstaltungsraum eine FM-Übertragungsanlage bereitgestellt, bestehend aus einem Sender und mehreren Empfangsgeräten, die es ermöglichten, die Redebeiträge störungsfrei an ein Hörgerät, ein CI-Implantat oder einen Kopfhörer zu übertragen.
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des „Café Kunterbunt“ des CVJM.

Quelle: Stadt Iserlohn

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