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Wahl-O-Mat und Alternativen zur Bundestagswahl

Am 26. September ist Bundestagswahl und viele sind sich noch unschlüssig, welcher Partei sie Ihre Stimme geben. Zur Hilfestellung gibt es seit fast 20 Jahren den Wahl-O-Mat der sie bei ihrer Entscheidung unterstützt. Mittlerweile gibt es auch andere Projekte, die sich das vorgenommen haben.

Hier die unterschiedlichen Wahl Tools

Wahl O Mat
Den Wahl-O-Mat gibt es schon seit fast 20 Jahren. Er ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und wurde seit der Einführung 2002 nach bpb-Angaben bereits über 82 Millionen Mal genutzt, zu Bundestags-, aber auch Landtags- und Europawahlen.

Sozial O Mat
Ähnlich wie Wahltraud hat auch der Sozial-O-Mat eine klare inhaltliche Ausrichtung, denn hier wird die Sozialpolitik der zur Wahl stehenden Parteien unter die Lupe genommen. Jeweils fünf Thesen zu den Schwerpunkten Arbeit, Gesundheit, Familie und Migration werden abgefragt und mit den Wahlprogrammen der Parteien verglichen. Angeboten wird der Sozial-O-Mat von der Diakonie Deutschland, die laut eigenen Angaben zeigen will, „welche Auswirkungen die politischen Entscheidungen auf das Leben von einzelnen Menschen haben können“.

Klimawahlcheck
Ein weiteres monothematisches Programm ist der Klimawahlcheck. Denn wie die Parteien die Klimakrise bewältigen wollen, ist eines der bestimmenden Themen in diesem Wahlkampf. Der Klimawahlcheck stellt Userinnen und Usern 28 Fragen zu den Themen Energie, Mobilität, Industrie, Gebäude, Klimagerechtigkeit sowie Landwirtschaft und Artenvielfalt. Initiiert haben das Projekt die Klima-Allianz Deutschland, GermanZero und der Naturschutzbund (Nabu). Zum Vergleich stehen allerdings nur die großen Parteien: Union, SPD, Grüne, Linke und FDP. Kleinere Parteien kommen nicht vor.

Wahltraut
Wahltraut ist „die Wahlberaterin für die Bundestagswahl 2021“, so die Köpfe hinter dem neuen Entscheidungstool. Anders als der Wahl-O-Mat legt Wahltraut einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt: Gleichstellung. Wem also eine Regierung wichtig ist, die Wert auf Antirassismus, Feminismus oder LGBTQIA+-Rechte legt, kann die Parteien hier in 32 Fragen einem Check unterziehen. Hinter dem Projekt steckt die Initiative „#stattblumen“, die sich gegen die Benachteiligung von Frauen einsetzt. Zur Seite steht den Initiatorinnen ein unabhängiges Expertengremium, dem auch Organisationen wie beispielsweise UN Women Deutschland angehören.

WahlSwiper
Das Prinzip von WahlSwiper funktioniert wie die bekannte Dating-App Tinder. Die App präsentiert unterschiedliche Thesen – bei Zustimmung wischt man nach rechts, wenn man dagegen ist nach links. Da die Welt bekanntlich komplex ist und man nicht alle Fragen klar mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Fragen zu überspringen. Außerdem gibt es den WahlSwiper auch auf Englisch, Türkisch, Russisch, Arabisch, Persisch und Kurdisch. Hinter der App steht der Verein „Vote-Swiper“, der die kostenlose App durch Spenden finanziert.

Wahl Kompass
Die Universität Münster bietet ebenfalls eine Entscheidungshilfe zur Bundestagswahl an. Ein Vorteil des Wahl-Kompass: statt eindeutiger ja/nein-Antworten gibt es bei den Antwortmöglichkeiten verschiedene Abstufungen. So kann man angeben, ob man einer Aussage vollkommen zustimmt, zustimmt, neutral gegenüber steht, nicht zustimmt oder überhaupt nicht zustimmt. Am Ende der 30 Thesen errechnet das Tool, zu wie viel Prozent die eigene Meinung mit den Positionen der einzelnen Parteien übereinstimmt.

DeinWal
Das Programm DeinWal funktioniert etwas anders als die anderen vorgestellten Programme. Denn anstatt die Daten aus den Wahlprogrammen oder Befragungen der Parteien zu beziehen, schaut sich DeinWal an, wie die Parteien zu bestimmten Themen im Parlament abgestimmt haben. „Hier sagen die Parteien nicht, wie sie zu einem Thema abstimmen würden – hier zählt, wie sie zu einem Thema tatsächlich abgestimmt haben“, beschreiben die Macher das Projekt. Deswegen sind auch lediglich die Parteien im Vergleich vertreten, die im Parlament vertreten sind. DeinWal ist ein ehrenamtliches Projekt.

Steuer O Mat
Wer konkret wissen möchte, wie sich die Steuerpolitik der unterschiedlichen Parteien auf das eigene Einkommen auswirken würde, dem wird vom Steuer-O-Mat geholfen. Das unter anderem vom Institut der deutschen Wirtschaft entwickelte Programm untersucht die steuerpolitischen Versprechen der Parteien. In einem Ranking ist dann zu sehen, wo die größte Steuerersparnis anfallen würde

Agrar O Mat
Interessant für Landwirtinnen und Landwirte: Der Agrar-O-Mat. Das Tool ist ein Angebot der Plattform agrarheute und vergleicht anhand von 24 Fragen die Agrarpolitik der verschiedenen Parteien.

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Die Tools wurden mit Erlaubnis von der Quelle n-tv.de zusammengetragen
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