Verdi klagt gegen verkaufsoffene Sonntage

Die Gewerkschaft Verdi zieht vor das Oberverwaltungsgericht, um die in der aktuellen Corona-Schutzverordnung genehmigten verkaufsoffenen Sonntage in der Weihnachtszeit verbieten zu lassen. Die Werbegmeinschaft Iserlohn reagiert enttäuscht.

Die Gewerkschaft Verdi geht gerichtlich gegen die in NRW geplanten Sonntagsöffnungen an den vier Adventssonntagen und am ersten Januarwochenende 2021 vor. Am Donnerstag reichte die Gewerkschaft einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht NRW in Münster ein. Er richtet sich gegen die in der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW genehmigten fünf verkaufsoffenen Sonntage im Einzelhandel. Das Gericht bestätigte den Eingang der Klage. Wann darüber entschieden wird, stand noch nicht fest.

Mit der Sonntagsöffnung soll laut Verordnung ein „unregulierbarer Kundenandrang an den Wochenenden vor und nach Weihnachten“ vermieden werden. Mit einer „Entzerrung des Einkaufsgeschehens“ sollten Infektionsgefahren vermieden werden. Die Regelung sieht eine Öffnung zwischen 13 und 18 Uhr vor.

„Sonntagsöffnungen führen nicht zu einer Entzerrung von Kundenströmen, sondern zu einer Konzentration auf das Wochenende“, begründete Verdi-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt die Klage. Dies sei bei steigenden Infektionszahlen völlig verantwortungslos. Die Gewerkschaft argumentierte auch mit dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Sie seien dem Infektionsrisiko an sechs Tagen in der Woche ausgesetzt. Sie sollten nicht durch verkaufsoffene Sonntage weiter belastet werden. Quelle: (th/dpa)

Die Iserlohner Werbegemeinschaft hatte für den 06.12.2020 an Nikolaus einen verkaufsoffenen Sonntag geplant. Mark Tillmann von der Werbegemeinschaft Iserlohn sagte gegenüber Radio MK: Die Lage war auch ohne die Klage von Verdi schon kompliziert genug. Mehr dazu auf Radio MK: https://www.radiomk.de/artikel/verdi-klagt-gegen-verkaufsoffene-sonntage-769664.html

Die Iserlohner Werbegemeinschaft hatte für den 06.12.2020 an Nikolaus einen verkaufsoffenen Sonntag geplant.

Mark Tillmann – Geschäftsführer – von der Werbegemeinschaft Iserlohn sagte gegenüber Radio MK: Die Lage war auch ohne die Klage von Verdi schon kompliziert genug. Den gesamten Kommentar findet Ihr auf auf Radio MK: