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Verunstaltetes Wandbild in der Westertorpassage wieder hergestellt

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Im Rahmen der Aktion „Kids & Kunst in Iserlohn – Kunstorte beleben die Stadt“ des städtischen Kinder- und Jugendbüros hatten Kinder und Jugendliche zusammen mit der Künstlerin Lorina May die Westertorpassage in der Iserlohner Innenstadt mit einer Wandmalerei aufwändig gestaltet. Nachdem das Werk kürzlich durch Graffiti verunstaltet wurde, trafen sich am Samstag (31. Juli) Lorina May, Graffiti-Künstler Stefan Dressler und Petra Lamberts vom städtischen Kinder- und Jugendbüro am Ort des Geschehens, um das Wandbild der Kinder wieder herzustellen.

In den ersten drei Wochen der Sommerferien hatten sich die 45 Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Lorina May zur Vorbereitung ihrer Kunstaktion auf Wald-Exkursionen begeben. Ihre Beobachtungen der angrenzenden Natur, die in Iserlohn fast immer schnell erreichbar ist, haben zur Auswahl des Motivs für die Westertorpassage beigetragen. Die jungen Künstlerinnen und Künstler wollten ein Stück Iserlohner Natur in die Innenstadt bringen. Die Stadtbesucher, die während der anschließenden Kunstaktion die Passage querten, zeigten sich zahlreich begeistert von den Arbeiten, äußerten aber auch immer wieder ihre Angst vor Zerstörungen.

Am vergangenen Mittwoch (28. Juli) war es leider passiert. Schon morgens melde sich eine aufmerksame Bewohnerin der Seniorenwohnanlage „Altes Stadtbad“, die  täglich den Fortgang der Arbeiten beobachtet hatte, mit der Nachricht, dass das  Kunstwerk beschmiert worden sei.

Die Stadt Iserlohn erstattete Strafanzeige. Das Kinder- und Jugendbüro veröffentliche den „Angriff auf  die Kinderkunst“ in seinen sozialen Medien. Allein auf Facebook wurde der Post bislang rund 20 000 Mal aufgerufen und das Kinder- und Jugendbüro sowie die Kinder und Jugendlichen freuen sich über diese Resonanz.

Der Iserlohner Graffiti-Künstler Steffan Dressler meldete sich sofort beim Kinder- und Jugendbüro, um zu helfen. Er ärgert sich ganz besonders über die mutwillige Zerstörung, weil „viele junge Menschen, die sich mit Graffiti beschäftigten, dadurch diskreditiert werden“. Seit fast seit zwanzig Jahren sei er gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro präventiv in Iserlohn tätig, um die Ausdrucksform „Graffiti“ zu vermitteln, aber gerade auch um rechtliche Aspekte des illegalen Sprayens zu verdeutlichen und gesundheitliche Aspekte anzusprechen. Grundsätzlich habe er den Eindruck, dass das bisher auch ganz gut gelungen sei.

Lorina May und Stefan Dressler besserten die Schadstelle am Samstagmorgen aus, sodass bereits mittags von der Schmiererei nichts mehr zu sehen war. Die Passanten nahmen regen Anteil an der Aktion, lobten diese, äußerten aber auch ihre Sorge vor weiteren Zerstörungen und regten vor allem an, dass die Kunstaktion mit Kindern und Jugendlichen in den nächsten Ferien noch weiter ausgeweitet werden solle.

Alle Beteiligten, die Kinder und Jugendlichen, Künstler und das Team des Kinder- und Jugendbüros wollen sich jedenfalls von den Geschehnissen nicht entmutigen lassen. Weitere Kunstaktionen sind geplant.

Quelle: Stadt Iserlohn

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