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„Vytas“ Krapikas wird mit seinem Team Meister in China – Iserlohn Kangaroos

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Gintaras „Vytas“ Krapikas hat seiner erfolgreichen Vita als Spieler und Trainer ein weiteres Erfolgskapitel hinzugefügt. Als Co-Trainer der Guangdong Southern Tigers hat sich die Kangaroos-Legende in einem dramatischen Finish den Titel in der Chinese Basketball Association (CBA) gesichert. Und auf dem Weg dorthin, viele neue Erfahrungen gesammelt.

Vor der vergangenen Spielzeit ist der 60-Jährige innerhalb der CBA gewechselt. In seinen ersten beiden Jahren in China war es relativ entspannt, seine Familie, die im Taunus lebt, konnte ihn gefühlt zu jeder Zeit besuchen. Doch pandemiebedingt gab es auch in China strikte Vorgaben. Und so hat Vytas sechs Monate lang nur sein Hotel und die Hallen gesehen, in der die CBA-Bubble gespielt wurde. „Das ist psychisch eine unglaubliche Herausforderung. Nicht nur für den Trainerstab, sondern vor allem auch für die Spieler“, erklärt der ehemalige Kangaroos-Spieler.

Nach seinem Aus beim litauischen Powerhouse Zalgiris Kaunas hat sich der Familienvater erstmal in Richtung Deutschland orientiert, hat versucht, hier als Trainer Fuß zu fassen. Als das nicht so richtig geklappt hat, zapfte er andere Quellen an – und nutzte seine Kontakte, um schließlich in China zu landen. Seine Ankunft war jedoch ein kleiner Kulturschock. „Das Land ist anders, die Kultur ebenso und auch die basketballerische Basis ist eine andere“, sagt Vytas Krapikas. Klar, als Spieler und Trainer lernt man viele verschiedene Kulturen und Herangehensweisen kennen. Aber: „Die Umstellung ist nicht immer einfach“, so Krapikas.

Stichwort Vorbereitung: Während in Deutschland – außerhalb der Corona-Pandemie – die Vorbereitung auf die im September/Oktober startende Saison im August beginnt, beginnt sie in China quasi nach dem letzten Saisonspiel. „Die Vorbereitung dauert manchmal von April bis Oktober. Und als Trainer ist es dein Job, das Team für jedes Training zu motivieren“, erzählt der Bronzemedaillengewinner der olympischen Spiele 1992 in Barcelona.

Es gebe viele Hürden, die man als Spieler und Trainer meistern müsse. „Aber die CBA ist für mich ein Ort, an dem ich viele spannende Erfahrungen sammeln konnte und kann“, so Krapikas. Auch die Tatsache, dass in  der ostasiatischen Metropole alles ein bisschen größer und mit mehr Effekten versehen ist, musste Vytas Krapikas erst lernen. „Die CBA ist sehr angelehnt an die NBA. Und durch den Präsidenten der Liga (Anm. d. Red. NBA-Legende Yao Ming) finden sich halt auch immer wieder starke US-Profis in der Liga wieder“, erklärt der ehemalige litauische Nationalspieler.

Im Finale setzten sich die Southern Tigers knapp mit 2:1 gegen die Liaoning Flying Leopards durch. Damit standen sich im Finale die beiden besten Teams der 55 Spiele andauernden Regular Season gegenüber. Am Ende durften Krapikas und seine Tiger des Südens jubeln. Und bekamen die Goldmedaille von Yao Ming überreicht. Aber wie ist das eigentlich, als 1,97 Meter großer Europäer neben einem 2,29 Meter großen Liga-Chef zu stehen. „Das ist absolut beeindruckend. Aber: Ich bin das ja gewohnt, ich bin gut mit Arvydas Sabonis (Anm. d. Red.: 2,20 Meter) befreundet und habe lange an seiner Seite gespielt“, sagt Vytas Krapikas. Und lacht.

Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos 

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Quelle: Iserlohn Kangeroos

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