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Whitney sorgt für OT-Sieg gegen München

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Iserlohn – Nach einer defensivstarken Abwehrleistung sicherten sich die Iserlohn Roosters daheim gegen Tabellenführer München den zweiten Heimsieg der Saison. Nach einem konzentrierten Match gewannen die Sauerländer nach einem Whitney-Treffer nach Verlängerung verdient mit 2:1.

Chancen gab es genug, für zwei oder drei Treffer auf der einen oder der anderen Seite. Allerdings die bärenstarken Torhüter, Andy Jenike für die Roosters und Danny aus den Birken, für München zwischen den Pfosten, entschärften nahezu alle Gelegenheiten der gegnerischen Vorderleute. Es war insgesamt ein spannendes Auftaktdrittel, in dem die Roosters allerdings schon nach 61 Sekunden mit Luke Adam auf der Strafbank in Unterzahl agieren mussten und Justin Ortega 110 Sekunden später zur Führung traf (3.). Dieses frühe 1:0 ging aus Sicht der Gäste auch in Ordnung. Sie waren bis zum ersten Powerbreak die bessere Mannschaft, hatten deutlich mehr Schüsse und die besseren Gelegenheiten. Nach der Unterbrechung drehte sich das Match. Minute um Minute hatten die Sauerländer teils herausragende Möglichkeiten, allein drei Mal durch Schilkey und einmal durch Acolatse. Aus den Birken aber entschärfte jeden dieser Momente oder bekam Hilfe seiner Vorderleute. Auf der anderen Seite musste Jenike knapp zwei Minuten vor Drittelende gegen Parkes in höchster Not retten, machte das bravourös. Trotzdem lagen die Sauerländer nach 20 Minuten  hinten.

Ein weiterer Gegentreffer drohte auch früh im Mittelabschnitt. Wegen eines vermeintlichen Stockschlags musste O´Connor vom Eis. Diesmal aber konnten die Blau-Weißen die daraus resultierenden Unterzahlminuten schadlos überstehen – die Formation um Torsten Ankert und Travis Ewanyk spielte die kompletten zwei Minuten herunter, es gab keine Möglichkeit zum Wechsel. Anschließend wogte die Partie ausgeglichen hin und her. Mal hatten die Münchener, mal die Roosters eine gute Möglichkeit. Dann standen erstmals auch die Sauerländer in Überzahl auf dem Eis, brachte Adam die Scheibe zu Whitney, der Bailey in der Nähe des linken Pfostens entdeckte und einen grandiosen Querpass spielte. Es sollte Baileys dritter Saisontreffer werden und ein erneut schöner dazu. Mehr offensive Höhepunkte gab es aus Sicht der Roosters nicht. Defensiv stoppte Jenike 97 Sekunden vor Drittelende Ortegas zweite Topgelegenheit – seine Coolness im ´Eins-gegen-Eins` war einmal mehr bewundernswert.

Auch der Schlussabschnitt begann intensiv und ausgeglichen. Adams Chancen-Doppelpack in der 44. und 45. Minute entschärfte Aus den Birken. Das anschließende Powerplay der Roosters nach einem Stockschlag von Gogulla, es war das dritte des Abends, verpuffte aufgrund von Ungenauigkeiten im Aufbau völlig. Münchens aggressiver Forecheck ermöglichte den Sauerländern nicht eine einzige gute Gelegenheit. Und oft sind es in ausgeglichenen Spielen gegen Topteams gerade diese Momente, die man nutzen muss, will man am Ende Zählbares mitnehmen. Im weiteren Verlauf plätscherte die Partie vor sich hin, waren hochkarätige Torszenen Mangelware. Und dennoch: Die Zuschauer in der Eissporthalle am Seilersee sahen am Mittwochabend ein jederzeit hochklassiges Match, dem Roosters-Coach Brad Tapper nach der Partie sogar „Playoff-Charakter“ bescheinigte.

Parkes arbeitete sich drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch einmal vor das Tor von Andy Jenike, aber auch diesmal ging die Scheibe nicht über die Linie. Diese Szenen waren der Auftakt eine spannende, mit Chancen gespickte Schlussphase. Ein Tor aber wollte nicht mehr fallen. So ließen die roten Bullen ausgerechnet am Seilersee den ersten Punkt der neuen Saison liegen. So wie am Sonntag durften die Sauerländer in die Verlängerung, in der die Gastgeber mehr Anteile und Abschlussmöglichkeiten hatten. Schilkey, Jentzsch und Acolatse hatten den Siegtreffer auf dem Schläger und Whitney machte ihn. Nach herausragender Vorarbeit von Bailey und O´Connor schlich sich der kleine Stürmer an den rechten Pfosten und ließ Aus den Birken keine Chance. Es war die erste Niederlage von Red Bull München in dieser Spielzeit.

Roosters: Jenike – Riefers, Buschmann; Acolatse, Labrie; O´Connor, Ankert; Rausch – Raedeke, Ziegler, Jentzsch; Cornel, Schilkey, Alanov; Ewanyk, Broda, Foucault; Adam, Whitney, Bailey

 

Redbull: Aus den Birken – Boyle, Seidenberg; Redmond, Abeltshauser; Blum, Daubner; Szuber – Street, Parkes, Gogulla; Hager, Ortega, Gogulla; Kastner, Mauer, Varejcka; Lindner, Cimmermann, Eckl

 

Schiedsrichter: Sirko Hunnius, Marc Iwert

 

Tore: 0:1 (2:50) Ortega (Ehliz, Hager/5:4), 1:1 (30:37) Bailey (Whitney, Adam/5:4), 2:1 (62:16) Whitney (O´Connor, Bailey)

 

Strafen: Roosters 8 – Redbull 10

 

Zuschauer: 2.778

Quelle & Bildrechte: Iserlohn Roosters

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